Ab ins Beet

Jetzt pflanzen

Mal ehrlich, der Herbst ist doch einfach unschlagbar. Was für eine herrliche Jahreszeit! Jetzt färben sich die Blätter so stimmungsvoll gelb, orange und rot, dass man den Groll über den fehlenden Sommer fast vergessen hat. Einige Bäume sind komplett in goldgelbes Laub gehüllt, manche sogar übermütig karminrot gefärbt. Wenn sie nicht so fest im Boden verwurzelt wären, würde man das ein oder andere Prachtstück am liebsten einpacken und nach Hause tragen. Eigentlich gar keine schlechte Idee! Denn wer jetzt in die Baumschule geht, der findet eine prächtig herbstfarbene Auswahl an Gehölzen, die nur darauf wartet, mitgenommen zu werden.

Noch einmal in die Hände gespuckt!

Wer seinen Favoriten gefunden hat, der kann den Spaten schon einmal aus der Garage holen: Das Pflanzloch sollte etwa 1,5 mal größer und tiefer sein als der Wurzelballen. Die ausgehobene Erde kann, je nach Bodenqualität, mit Sand oder Kompost aufgebessert werden. Anschließend wird ein Teil zurück ins Pflanzloch gegeben und der Rest um den Ballen herum verteilt und fest angetreten. Aus der überschüssigen Erde formt man einen Gießrand und dann: Wasser marsch!

Vorteil Herbst

Gepflanzt werden im Herbst klassische Laubgehölze, Rosen, Beerensträucher und Obstbäume. Auch wer sein Grundstück mit einer Hecke umgeben möchte, der sollte jetzt damit loslegen. Sobald die Bäume und Sträucher ihr Laub abwerfen, können sie eingepflanzt werden. Dann sind in der Regel auch die heißen und trockenen Tage des Jahres vorbei und es regnet wieder öfter. Durch die hohe Feuchtigkeit im Boden beginnen die Wurzeln noch vor dem Winter wieder zu wachsen und die Hohlräume im Boden werden geschlossen – der Gärtner nennt das fachmännisch ‚Bodenschluss‘. Die Gefahr, dass die Pflanzen im Frühjahr vertrocknen, ist damit geringer.

Lücken auffüllen

Der Herbst ist auch ein guter Zeitpunkt, um Lücken und Schwachstellen im eigenen Garten zu erkennen und mit neuen Pflanzen zu füllen. Denn wenn Bäume, Sträucher und Stauden im Garten ihr Laub noch tragen, kann der Gartenbesitzer am besten beurteilen, wie groß die Lücken wirklich sind und ganz gezielt neue Pflanzen einsetzen.

T I P P

Ausnahmen von der Regel

Einige immergrüne Gehölze und frostempfindliche Pflanzen lassen sich nicht von den Vorteilen der Herbstpflanzung beeindrucken. Immergrüne beispielsweise wollen schon im Spätsommer gepflanzt werden, sobald ihr Neutrieb ausgereift ist. Dann können sie noch vor dem Winter richtig anwachsen und so ihre Wasserversorgung für die nächsten Monate sicherstellen. Frostempfindliche Pflanzen wie Hortensie (Hydrangea), Bartblume (Caryopteris) oder Ziergräser werden dagegen am Besten erst im Frühjahr ausgepflanzt, wenn die Gefahr starker Fröste vorbei ist.

Bild

Foto: PdM. – Im Herbst wird wieder in die Hände gespuckt, denn jetzt ist Pflanzzeit für viele Bäume, Sträucher und Stauden.

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