Gesellige Runde zwischen goldenen Farben

Feiern im Garten – auch im Herbst!

Die Tage werden allmählich kürzer und kühler. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass auch die Gartensaison zu Ende ist! Im Gegenteil: Im Herbst zeigt sich der Garten noch einmal in seiner ganzen Farbenpracht, wenn die Spätsommer- und Herbststauden ihre Blüten öffnen und sich Gehölze und Gräser goldgelb und rotbraun verfärben. Selbst feiern lässt sich jetzt noch am schönsten im Garten – umgeben von frischer, milder Luft und mitten im grünen Leben! Auf einer überdachten Terrasse und von einer Natursteinmauer geschützt, müssen Gartenbesitzer und Gäste weder Wind noch Regen fürchten. Wenn es am späteren Abend dann allzu kühl wird, setzt man sich einfach an den Feuerplatz ans knisternde Feuer oder zieht sich in den Gartenpavillon zurück. Ein solcher Feuerplatz lässt sich aus gebrannten Tonziegeln selbst bauen und ist besonders praktisch, wenn er direkt in eine gepflasterte Fläche eingebettet wird. Die Erde mit etwas Sand bedecken und schon kann´s losgehen. Wichtig ist, dass der Feuerplatz weit genug von Gebäuden und Pflanzen entfernt ist und das Feuer klein gehalten wird. Beim Bau können Landschaftsgärtner weiterhelfen. Sie sorgen außerdem dafür, dass der Garten auch sonst gepflegt und schön angelegt ist. Denn vor allem dann fühlen sich Besitzer und Gäste wohl: auf einer schön gepflasterten Terrasse statt etwa auf vermoosten Waschbetonplatten, mit Blick auf eine Fülle aus Farben und Formen, begleitet von rauschenden Blättern. Da schmecken herzhafter Zwiebelkuchen und junger Wein gleich doppelt gut und frisch gebackener Apfelkuchen versüßt den Abschied vom Sommer!

Am Nachmittag …

Wer unter freiem Himmel feiert, kann der Natur einen Teil der Dekoration überlassen. Wie prachtvoll haben sich zum Beispiel die vor kurzem noch glänzend dunkelgrünen Blätter des Amberbaums (Liquidambar styraciflua) verfärbt! Weithin leuchten sie nun in warmen Farbtönen zwischen Gelborange, Wein- und Purpurrot. Berberitze (Berberis) und Scharlach-Weißdorn (Crataegus coccinea bzw. pedicellata) haben daneben ihren korallenroten Fruchtschmuck angelegt und auch die exotisch anmutende Lampionblume (Physalis alkekengi var. franchetii) zeigt sich jetzt mit ihren orangeroten Fruchthülsen von ihrer schönsten Seite, die tatsächlich an Papierlampions erinnern. Die beste Kulisse für eine Gartenparty! Attraktive Hingucker sind außerdem Herbstanemonen (Anemone hupehensis) und Astern, die je nach Sorte von Weiß über Rosa bis hin zu Blauviolett blühen. Besonders elegant sind die Silberkerzen (Cimicifuga), die ihre langgestielten weißen, creme- oder rosafarbenen Blütenkerzen sanft im ersten leichten Herbstwind wiegen. Schade wär´s, ließe man sich diesen Anblick entgehen!

… und am Abend

Auch wenn die “Erntedank”- oder Kaffeetafel bis auf den letzten Krümel geräumt ist, lohnt es sich noch, draußen sitzen zu bleiben und die frische Abendluft zu genießen. Denn weil es früher dunkel wird als noch im Sommer, kommen auch die Gartenleuchten schneller zu ihrem Auftritt. Diese sorgen nicht allein für Sicherheit, sondern tauchen – wenn sie clever installiert sind – den Garten in ein stimmungsvolles Lichtermeer! Verwunschen und mächtig steht dann der angestrahlte Solitärstrauch da und der Gartenteich schimmert geheimnisvoll. In der Dämmerung, wenn kräftige Farben in den Hintergrund treten, bleiben die weißen Blüten von Chrysantheme und Prachtspiere (Astilbe) sowie das Gelb von den Staudensonnenblumen (Helianthus) besonders lange sichtbar. Auffallende Blüten, leuchtendes Herbstlaub, Immergrüne und bunte Früchte – ein mit Gehölzen und Stauden abwechslungsreich gestalteter Garten bietet auch nach dem Sommer jede Menge Garten- und Partyglück, das genossen und begossen werden kann. Grün macht glücklich!

Ab September beginnt auch die Pflanzzeit: Pflanzen, die bis zum Dezember, solange kein Frost herrscht, in die Gartenerde gesetzt werden, beginnen schnell, sich zu entwickeln und sammeln alle Kraft, um dann im kommenden Frühjahr früh und kräftig auszutreiben

 

E-Mail Terrasse mit Ziergras 291166

Foto: BGL/PdM. – Draußen ist es am schönsten, auch wenn die Tage langsam kürzer werden: Auf einer fachmännisch angelegten Terrasse, mitten im grünen Leben, fühlen sich Gartenbesitzer und Gäste wohl.

Kommentar

Unterschätzte Helden der Großstadt

Straßenbäume

Bäume leisten Beachtliches, auch wenn viele ihrer Leistungen für den Menschen gar nicht sichtbar sind. Sie nehmen das klimaschädigende Kohlendioxid auf und geben dafür den in der Photosynthese erzeugten für Mensch und Tier lebensnotwendigen Sauerstoff ab. Sie können auch Feinstaub und andere Stoffe, die für den Menschen schädlich sind, aus der Luft filtern. Außerdem bieten sie Schutz vor Wind, spenden an heißen Sommertagen Schatten und beeinflussen so positiv das Kleinklima. Darüber hinaus bereichern Bäume unser Leben auch auf andere Weise. Sie sprechen unsere Sinne an, machen damit unsere Umwelt lebens- und liebenswerter und bringen Natur in die Stadt. Die Krone eines großen alten Baumes stellt vielfach einen eigenen Mikrokosmos dar, denn sie bietet Eichhörnchen, Vögeln und vielen anderen Tieren Lebensraum und Schutz. Wie sehr Bäume geschätzt werden, wird unter anderem daran deutlich, dass Häuser und Wohnungen mit viel Grün in der Nähe, zum Beispiel schönen Grünanlagen oder grünen Promenaden, auf dem Immobilienmarkt besonders gefragt sind.

Extremstandort Straßenrand

Noch mehr als die Bäume, die in einem Park oder in einem Garten stehen, leisten allerdings die Straßenbäume in der Stadt. Sie müssen sich unter erschwerten Bedingungen behaupten: Der Raum, der ihren Wurzeln zur Verfügung steht, ist begrenzt. Dazu kommt, dass es in Städten im Allgemeinen ein paar Grade wärmer ist als im Umland. Wenn es doch mal an heißen Tagen regnet, kann häufig nur eine begrenzte Menge Wasser in den Boden sickern und zu den Wurzeln gelangen, denn die Umgebung ist meistens gepflastert oder mit Asphalt komplett versiegelt. Direkt um den Stamm herum befindet sich zwar oft eine kleine offene Fläche, sie wird aber von der Krone beschattet. Wenn es nur wenig regnet, hält das eigene dichte Blätterdach den Regen davon ab, an die Wurzeln zu gelangen. Oft ist in der Stadt die Erde um den Baum herum verdichtet, zum Beispiel durch parkende Autos, und hindert das Regenwasser daran, gut zu versickern. Wenn keine Schutzvorrichtungen wie Baumschutzbügel vorhanden sind, kommt es zudem leicht zu Beschädigungen der Baumrinde durch Fahrzeuge. So sind die Bäume in der Stadt besonders vielen Gefahren und zusätzlichem Stress ausgesetzt. Auf der anderen Seite sind sie gerade in den Städten wertvoll, denn dort ist Grün rar: Straßenbäume verschönern das Stadtbild, machen das Wohnumfeld attraktiver und sie verbessern das Stadtklima, indem sie die Luftfeuchtigkeit erhöhen und Temperaturspitzen reduzieren. Sie haben deshalb besonderen Schutz und Aufmerksamkeit verdient. Mancher Anwohner übernimmt darum gerne eine Patenschaft für einen Straßenbaum in seiner Nähe, je nach Stadt in Rücksprache mit dem Grünflächenamt, und versorgt “seinen” Baum an heißen Tagen mit Wasser.

Bäume: Freunde fürs Leben

Dieser Sommer hat gezeigt, wie wichtig und wertvoll Bäume in der Stadt sind. Was wäre ein Biergarten an einem heißen Sommertag ohne schattenspendende Bäume; wie wohltuend ist es, an einem sonnigen Tag einen Parkplatz im Schatten eines Baumes zu finden und wie schön und erfrischend wirken Straßenzüge mit Bäumen, die die Fußgänger vor der heißen Sonne schützen? Bäume verbessern aber nicht nur die Lebensqualität, sie sind ganz besondere Lebewesen, denn sie schlagen dank ihrer Langlebigkeit Brücken in die Vergangenheit. Viele der Bäume, deren Schatten wir jetzt genießen, sind schon vor langer Zeit gepflanzt worden. Manche erinnern an historische Ereignisse oder haben eine besondere Bedeutung für einen Stadtteil oder eine Gemeinde. Bäume schlagen auch Brücken in die Zukunft, denn wer heute einen Baum pflanzt, denkt auch an die folgenden Generationen. Er tut aber erst einmal sich selber etwas Gutes, denn ein Baum verschönert den Vorgarten, die Einfahrt oder den Garten. Je nachdem, was für ein Baum ausgewählt wurde, wird er auch zu einem Spiegel der Jahreszeiten und zu einem besonderen Begleiter durchs Jahr. Wer zum Beispiel einen Obstbaum pflanzt, kann sich über eine üppige Blütenpracht im Frühjahr, leckere Früchte zum Ausklang des Sommers und zudem vielleicht über ein leuchtendes Farbenspiel der Blätter im Herbst freuen.

EMail Baum im Regen

Foto: PdM. – Bäume leisten viel für den Menschen und sie haben es in der Stadt besonders schwer. Die Umgebung ist oft gepflastert oder sogar komplett mit Asphalt versiegelt. Deshalb kann häufig nur eine begrenzte Menge Regenwasser in den Boden sickern und zu den Wurzeln gelangen.

Kommentar

Eigene Ernte und mehr

Herbstfreuden

Die Tage werden kürzer, die Temperaturen sind nicht mehr so hoch wie noch vor einigen Wochen – langsam verabschiedet sich der Sommer und damit ändert sich auch die Stimmung im Garten. Jetzt beginnt eine Jahreszeit, die viele Garten- und Pflanzenfreunde besonders genießen: Das Licht wird weicher, die Farben werden wärmer und die Pflanzenwelt zeigt ihren großen Reichtum, denn es ist Erntezeit. Manche Beerenobstgehölze wie die Johannisbeeren trugen schon im Juli Früchte, doch im September beginnt die Haupterntezeit. Jetzt reifen Brom- und Himbeeren, Preiselbeeren, Wein und auch Wildobstarten wie Holunder, Apfelbeere und Sanddorn tragen jetzt Früchte. Bei den so genannten Wildobstgehölzen handelt es sich um Pflanzen, die bisher züchterisch wenig oder gar nicht bearbeitet wurden. Sie bieten besondere Geschmackserlebnisse, weil die Früchte, auch in verarbeiteter Form, nicht zum Standardsortiment im Handel gehören.

Leckere Vielfalt

Obst aus dem eigenen Garten – frischer geht es nicht. Einige Beerenobstarten wie Brom- und Himbeeren sind ideal für die Ernte als Naschobst, denn die Früchte eignen sich nicht nur für selbstgemachte Delikatessen, sondern können auch direkt vom Strauch gegessen werden. Sie sind eine leckere und gesunde Abwechslung zwischendurch. Die Früchte anderer Gehölze, zum Beispiel von Sanddorn- und Apfelbeersträuchern, müssen dagegen erst in der Küche verarbeitet werden. Brombeeren sind besonders genügsam und anspruchslos. Mittlerweile gibt es auch viele Sorten ohne Stacheln. Sie lassen sich wegen ihrer langen Triebe genauso wie Himbeeren am besten an einem Gerüst ziehen. Wer wenig Platz im Garten hat und trotzdem eigenes Obst ernten möchte, kann Beerensträucher in Stämmchenform pflanzen. Johannis- und Stachelbeersträucher als Stämmchen passen zum Beispiel gut in einen kleinen Ziergarten oder in einen Kübel oder größeren Kasten auf die Terrasse oder auf den Balkon. Weiße, rote und schwarze Johannisbeeren bieten mit ihren dichten Trauben reiche Ernten und sind auch optisch ein Genuss. Bei Stachelbeeren gibt es ebenfalls eine große Auswahl. Sie haben gelbe, grüne oder rote, lange haltbare Früchte. Mittlerweile sind auch hier Sorten erhältlich, die keine oder nur noch wenige Stacheln haben.

Startvorteil durch Herbstpflanzung

Der Herbst ist aber nicht nur Erntezeit, sondern auch Pflanzzeit. Die meisten Gehölze, auch die meisten Beerensträucher, pflanzt man am besten vor dem Winter, so dass sie noch in diesem Jahr gut anwachsen und neue Wurzeln bilden können. Dadurch können sie im nächsten Jahr mit voller Kraft durchstarten. Dies kann schon im ersten Jahr eine gute Ernte sichern. Hinsichtlich der Reifezeit gibt es bei manchem Beerenobst sortenbedingte Unterschiede. Bei den Himbeeren sind zum Beispiel im Sommer oder im Herbst reifende Sorten erhältlich. Wer Pflanzen mit unterschiedlicher Reifezeit kombiniert, kann sich so über einen besonders langen Zeitraum an dem leckeren Naschobst erfreuen. Manche Obstgehölze sind nicht nur wegen ihrer leckeren Früchte wertvolle Gartenpflanzen, sondern auch wegen der schönen, schmückenden Blätter: Die großen Blätter der Weinreben beispielsweise können Wände oder Pergolen begrünen, die kleinen Blätter der zierlichen Preiselbeeren sind immergrün und schmücken die Pflanzen auch im Winter. So können sie, in Töpfe oder Blumenkästen gepflanzt, in der kalten Jahreszeit auch Farbe auf den Balkon bringen.

“Kirschäpfel” als Winterschmuck

Manche Früchte sind zum Essen fast zu schade. Zieräpfel haben kleine Miniaturäpfel als Früchte. Sie eignen sich zum Beispiel für leckere Gelees oder Säfte, doch sie sind eigentlich zu schön zum Pflücken. Diese Apfelbäume werden sehr gerne zu Zierzwecken gepflanzt, denn sie bringen über einen langen Zeitraum Farbe in den Garten: Die kleinen, manchmal nur kirschengroßen Früchte erscheinen in großer Zahl und bleiben je nach Sorte bis weit in den Winter hinein an den Zweigen. Weil sie so klein sind, werden die Zieräpfel manchmal auch als Kirschäpfel bezeichnet. Zusätzlich zu dem Fruchtschmuck begeistern Zierapfelbäume oder -sträucher auch mit ihrer Blütenpracht: Sie sind im Frühling dicht an dicht mit schneeweißen, rosafarbenen oder roten Blüten bedeckt.

Faszinierende Herbstfärbung

Nicht nur die Früchte mancher Gehölze, sondern auch die Blätter vieler sommergrüner Bäume und Sträucher bringen Farbe in den Herbst. Bekannt für ihre herbstliche Farbenpracht sind die Ahorne, von denen manche besonders eindrucksvolle Farbenspiele bieten. Die filigranen Fächerahorne (Acer palmatum in Sorten) haben einen eleganten, anmutigen Wuchs und fächerartige, manchmal stark geschlitzte Blätter in den verschiedensten Grün- und Rottönen. Im Herbst beeindrucken sie mit einem Feuerwerk der Farben von leuchtendem Gelb über kräftige Orangetöne bis hin zu dunklem Rot. Das Sortiment dieser zierlichen Ahorne ist sehr umfangreich und so lässt sich für jede Gartengröße ein passender Fächerahorn finden. Manche Sorten werden vier bis sechs Meter hoch, andere erreichen nur eine Höhe von einem bis zwei Metern und können deshalb auch noch in kleinen Gärten, Innenhöfen oder großen Pflanzgefäßen wachsen.

Leuchtende Blüten

Die meisten Pflanzen blühen im Frühling und im Sommer. Doch einige blühen erst, wenn sich die Natur zum Ende des Sommers und im Herbst langsam auf den Winter einstellt. Dazu gehören die farbenfrohen Herbstastern mit ihren schönen Blüten vor allem in Rosa-, Rot-, Violett- und Blautönen. Sie eignen sich auch als Schnittblumen und bringen dann die Farben des Herbstes auch ins Haus. Herbstastern erfreuen nicht nur den Menschen, sondern auch Schmetterlinge und andere Tiere. Weil diese auffallenden Stauden so spät blühen, sind sie besonders wertvolle Insektennährpflanzen. Wenn die meisten anderen Pflanzen bereits verblüht sind, lassen sie den Garten noch einmal leuchten.
Auffallende Blüten, leuchtendes Herbstlaub, bunte Früchte und leckeres Obst – ein mit Gehölzen und Stauden abwechslungsreich gestalteter Garten bietet auch im Herbst noch jede Menge Gartenglück.

Interessant zu wissen – rund um die Pflanzen des Monats September

Die Vielfalt clever nutzen
Die Vielfalt an Beerenobstarten und -sorten macht es möglich, für die unterschiedlichsten Gartengrößen das Richtige zu finden oder verschiedene Wuchsformen zu kombinieren, um so den vorhandenen Platz besser nutzen zu können. Ein wahrer Garten Eden entsteht, indem man möglichst viele Arten und Sorten pflanzt, die zu verschiedenen Zeitpunkten Früchte tragen. So lässt sich die Fülle unterschiedlicher Geschmackserlebnisse vom Sommer bis in den Herbst hinein genießen,

Beerenobst
Der Name Johannisbeere geht auf den Johannistag, den 24. Juni, zurück. An diesem Tag wird der Geburtstag von Johannes dem Täufer gefeiert. Er war früher auch der Tag der Sommersonnenwende. Zu diesem Zeitpunkt kann man schon, je nach Sorte, die ersten Johannisbeeren ernten.

Delikatessen für den Topfgarten
Heidelbeeren, auch Blaubeeren genannt, und Preiselbeeren haben besondere Bodenansprüche. Der zusätzliche Aufwand lohnt sich, denn ihre Früchte sind sehr lecker und aromatisch. Heidelbeeren und Preiselbeeren brauchen sauren Boden. Deshalb sind Rhododendronerde und -dünger für diese kleinen Beerensträucher ideal. Solche speziellen Anforderungen lassen sich durch die Kultur in Gefäßen leicht erfüllen. Preiselbeersträucher bleiben relativ klein und eignen sich deshalb sowohl für den mobilen Garten auf Balkon und Terrasse als auch als dichte Bodendecker. Die Größe der Heidelbeersträucher schwankt dagegen stark. Es gibt Sorten, die nur etwa 40 cm hoch werden, andere können eine Höhe von über einem Meter erreichen.

Heimisches Beerenobst
Die Schwarze Johannisbeere (Ribes nigrum) kommt ursprünglich aus Europa. Die neuesten Sorten sind selbstbefruchtend. Schwarze Johannisbeeren werden wegen ihrer Früchte bereits seit dem 16. Jahrhundert kultiviert.

Besondere Blattform
Der botanische Name des Ahorns – Acer – geht wahrscheinlich auf das indogermanische Wort “ak” für “spitz” zurück. Der lateinische Name Acer bedeutet ebenfalls “spitz” oder “scharf” und bezieht sich auf die deutlichen Spitzen mancher Ahornblätter. Der Fächerahorn – botanisch Acer palmatum – wurde nach der markanten Form seiner Blätter benannt: Der Namensbestandteil palmatum geht auf die lateinische Bezeichnung palma für flache Hand oder Handfläche zurück.

Abwechslungsreicher Ahorn
Die Gattung Acer, zu Deutsch Ahorn, ist außerordentlich vielgestaltig und enthält viele schöne Arten und Sorten für den Garten. Oft sind es die Blätter, die die Bäume so interessant machen: Manche haben eine außergewöhnliche Form wie die Blätter der Fächerahorne, die bei einigen Sorten sogar fein geschlitzt sind, andere haben eine auffallende Farbe. Sie sind zum Beispiel rot, leuchtend gelb oder sogar mehrfarbig, beispielsweise weiß-grün oder rosa-grün. Andere Acer beeindrucken mit einer auffallenden Herbstfärbung und es gibt auch einige, die mit ihrer interessanten Rindenfarbe auffallen. Weil auch die Wuchsformen und Größen variieren, lassen sich Ahorne für die unterschiedlichsten Gartengrößen und auch für große Pflanzgefäße finden.

Hexenschreck
Der Ahorn galt früher im europäischen Volksglauben als ein guter Schutz gegen Dämonen. In manchen Gegenden wurden Häuser vor Hexen und Blitzschlag geschützt, indem man Ahornholz unter anderem an den Türen befestigte. Die fünflappige Form mancher Ahornblätter wurde als Beleg für die besondere Beziehung zwischen diesem Baum und den Menschen gesehen. Man glaubte auch, dass der Ahorn eine beruhigende Wirkung auf den Menschen habe.

Helikopter statt Sturzflug
Die Samen des Ahorns haben kleine Flügel. Diese wirken wie Propeller und führen dazu, dass sich die reifen Samen beim Herunterfallen langsam drehen. Dadurch bleiben sie länger in der Luft und der Wind hat mehr Möglichkeiten, die Samen zu erfassen und davonzutragen. Dies führt zu einer besseren Verbreitung der Samen und sie können an Standorten keimen, an denen die Lichtverhältnisse besser sind als direkt unter dem Baum, von dem sie stammen. Die Flügel an den Samen sind auch der Grund, dass der Ahorn manchmal als “Engelsköpfchenbaum” bezeichnet wird. Durch die Flügel fliegen die Samen wie Engelchen vom Baum herunter.

Benannt nach ihren Blüten
Astern wurden früher manchmal “Sternblumen” genannt, weil ihre strahlenartigen Blüten an Sterne erinnern. Auch der botanische Name bezieht sich auf die Blüten, er geht zurück auf das griechische Wort “aster” für Stern.

Wie die Astern auf die Erde kamen
Der griechischen Mythologie nach sind Astern aus den Tränen einer Göttin entstanden. Demnach lebte Astraea, die Göttin der Unschuld, lange Zeit zusammen mit den Menschen auf der Erde. Als aber die Schlechtigkeit unter den Menschen immer mehr zunahm, verließ sie die Erde und lebte fortan im Sternbild Jungfrau. Weil Zeus die Menschen mit einer Flut strafte, starben alle bis auf ein Pärchen, das einsam und verloren über die Erde wanderte. Astraea blickte voller Mitgefühl auf die beiden und weinte. Dort, wo ihre Tränen auf die Erde fielen, wuchsen Sternenblumen, die Astern. Einer anderen Legende nach entstanden Astern aus Sternenstaub, der von den Göttern auf der Erde verteilt wurde. Aus ihm wuchsen Astern empor, die mit ihren sternähnlichen Blütenköpfen heute noch an ihre himmlische Herkunft erinnern.

Schmetterlingsblumen
Astern mit großen rosa, lila oder hellblauen Blüten ziehen Schmetterlinge an. Die im Herbst blühenden Astern lassen sich ausgezeichnet mit anderen Stauden kombinieren, die ebenfalls Schmetterlingen Nahrung bieten, wie Sonnenhut und Fetthenne.

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Obst aus dem eigenen Garten – frischer geht es nicht. Brombeeren sind ideal für die Ernte als Naschobst, denn ihre leckeren Früchte können direkt vom Strauch gegessen werden.

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