Archiv des Monats August 2011

Starkes Grün in der Stadt

Was Bäume alles können

Stadtbäume leisten Erstaunliches und tragen auf vielfältige Weise dazu bei, dass das Leben in der Stadt angenehmer und schöner wird. Nicht nur, dass Grün in der Stadt dem Auge guttut und das Erscheinungsbild einer Stadt verbessert, Bäume übernehmen auch vielfältige Aufgaben. Sie schützen vor Wind, Sonne und Regen, sie verbessern das Kleinklima, indem sie an heißen Tagen das Aufheizen von Straßenzügen verringern und die Luftfeuchtigkeit erhöhen, und sie bringen Natur in die Stadt. Große alte Bäume sind ein ganzer Mikrokosmos, in dem Vögel und viele andere kleine Tiere leben können. So tragen sie zum Artenreichtum in der Stadt bei.

Für Hausbesitzer und Mieter sind Bäume ebenfalls wertvoll:

Straßen- und Hausbäume verwandeln ein Gebäude in ein Zuhause und sie verleihen einem Haus Individualität, denn sie heben es auf natürliche Weise aus der Masse heraus. Bäume vermitteln ein Gefühl von Heimat, weil sie das Leben der Menschen in ihrem Umfeld über viele Jahre begleiten und die Erinnerungen an einen bestimmten Ort prägen. Wie sehr viele Bürger „ihre“ Bäume lieben, wird spätestens dann deutlich, wenn Bäume gefällt werden müssen und solche Aktionen dann heftige Proteste hervorrufen.

Stille Helden

Vieles, was Bäume leisten, spielt sich im Verborgenen ab: Die Aufnahme von Kohlendioxid und die Abgabe des daraus erzeugten Sauerstoffes über die Blätter macht das Leben von Menschen und Tieren auf unserem Planeten erst möglich. Diese Umwandlung von Kohlendioxid zu Sauerstoff, unter Nutzung des Sonnenlichtes, wird Photosynthese genannt. Sie ist eine einzigartige Leistung aller grünen Pflanzen. Laubbäume können die Fläche, die sie einnehmen, durch ihre Blätter um ein Zehnfaches vergrößern. So entsteht eine riesige Oberfläche, die der Sauerstofferzeugung dient. Bäume verbessern mit ihren Blättern auch die Luftqualität, indem sie Feinstaub oder andere für den Menschen gefährliche Stoffe aus der Luft filtern.

Auch Bäume leiden unter Stress

Obwohl Bäume so wertvoll für die Menschen in der Stadt sind, müssen sie viel ertragen. Sie sind je nach Standort auch vielen Gefahren ausgesetzt, die ihr Leben nicht nur erschweren, sondern auch drastisch verkürzen können. Zum Beispiel ist der Boden um die Bäume herum oft durch parkende Autos oder häufig genutzte Wege verdichtet. Regenwasser kann deshalb nicht so gut versickern und an die Wurzeln gelangen. Manche Baumscheibe – der offene Bereich um den Stamm herum – wird als Hundeklo missbraucht, was einer Überdüngung gleich kommt und die Wurzeln schädigt. Zusätzlicher Stress für Bäume in der Stadt ergibt sich aus den sogenannten „versiegelten Oberflächen“: Asphalt und Beton heizen sich am Tag stark auf, trockene Luft und oftmals stärkerer Luftzug führen zu auch für Bäume ungesunder Atmosphäre. Wenn keine Poller oder Ähnliches die Baumscheibe schützen, können Autos, die zu nah an den Stamm fahren, die Rinde beschädigen und dadurch die Wasser- und Nährstoffversorgung des Baumes beeinträchtigen. Rohrleitungen im Untergrund verringern den zur Verfügung stehenden Wurzelraum. Auch die Lichtverhältnisse in Straßen mit mehrstöckigen Häusern können Stress für die Bäume bedeuten. In relativ dunklen Häuserschluchten sieht man darum manchmal Straßenbäume, die schräg wachsen – weg von den Gebäuden und hin in Richtung Straße, wo ihnen mehr Licht zur Verfügung steht.

Wie wir den Bäumen – und uns – helfen können

Weil Bäume in der Stadt vielfältigen Belastungen ausgesetzt sind und deshalb seltener das Alter ihrer Artgenossen in einem natürlicheren Umfeld erreichen, brauchen sie unseren besonderen Schutz. Manche Bürger übernehmen nach Rücksprache mit dem Grünflächenamt eine Patenschaft, versorgen ihr Paten“kind“ an heißen Tagen mit Wasser oder legen auf der Baumscheibe einen kleinen Garten an. Bepflanzte Baumscheiben schützen den Bereich um den Baum herum vor Verdichtung durch abgestellte Fahrzeuge und sind auch ein schöner Anblick. Wer einen eigenen Garten in der Stadt hat, kann auch selber einen Baum pflanzen. Selbst wenn dieser Baum klein bleibt, entfaltet er doch schon eine beachtliche Wirkung, lockt Vögel an und verschönert den Blick aus dem Fenster. Bäume verbinden Menschen und schlagen Brücken in die Zukunft und in die Vergangenheit: Wer sich heute über den Schatten oder die Schönheit eines imposanten alten Baumes freut, verdankt dieses Glück einem Menschen, der vor vielen Jahren einen jungen Baum gepflanzt hat. Wer heute einen Baum pflanzt, setzt ein Zeichen für die Zukunft und trägt dazu bei, das Wohnumfeld zu verschönern und die Lebensqualität zu verbessern.

email Straße

Foto: PdM. – Bäume verschönern das Wohnumfeld und verbessern die Lebensqualität. Sie schützen vor Wind, Sonne und Regen, sie verbessern das Kleinklima und sie bringen Natur in die Stadt.

Kommentar

Vielfalt im Herbstgarten

Schätze heben

Früher war Obst aus dem eigenen Garten für viele Menschen selbstverständlich. Nutzgärten dienten zur Sicherung der Ernährung und waren weit verbreitet. Nur wenige Privilegierte konnten es sich leisten, Bäume, Sträucher oder Blumen allein der Schönheit wegen zu pflanzen. Doch mit zunehmendem Wohlstand wandelte sich die Gartennutzung, der private Anbau von Nahrungsmitteln verlor an Bedeutung und es entstanden immer mehr Ziergärten. Inzwischen erlebt der Anbau von Obst und Gemüse eine Renaissance, denn die eigene Ernte steht hoch im Kurs.

Abwechslungsreiches Obst

Im September herrscht Hochsaison im Obstgarten. Jetzt reifen unter anderem Äpfel, Birnen, die wenig bekannten Quitten (Cydonia oblonga) und späte Pflaumen- und Zwetschgensorten. Die Quitte ist ein fast vergessenes Obstgehölz, das schon sehr lange kultiviert wird, aber nur noch selten in Gärten zu sehen ist. Dabei gibt es gute Gründe, diese kleinen Bäume oder Sträucher an geschützten Standorten zu pflanzen: im Mai erscheinen weiße bis zart rosa überhauchte Blüten und im Herbst tragen die Pflanzen viele leuchtend gelbe, bis etwa zwölf Zentimeter große Früchte, deren Form an Äpfel oder Birnen erinnert und die eine pelzige Haut haben. Die je nach Sorte im September oder Oktober reifenden Früchte verströmen einen einzigartigen aromatischen Duft. Frisch sind sie zwar zu hart zum essen, doch verarbeitet werden sie zu einer Delikatesse, zum Beispiel als Gelee, Quittenchutney, Likör oder Quittentarte.

Apfelbäume einst und jetzt

Auch der Apfel ist eine uralte Kulturpflanze. Im Laufe der Jahrhunderte sind unzählige Sorten entstanden. Im Hausgarten ist es möglich, auch solche zu pflanzen, deren Früchte im Handel nicht oder nur schwierig zu erhalten sind. Äpfel sind sehr vielseitige Früchte, die frisch vom Baum oder verarbeitet sehr lecker sind. Manche Sorten sind erst nach einigen Monaten Lagerung genussreif und können dann im Winter gegessen werden. Mittlerweile ist das Sortiment an kleinbleibenden Obstbäumen und -sträuchern sehr umfangreich und so können auch in einem winzigen Stadtgarten Äpfel, Birnen, Pflaumen und andere leckere Früchte geerntet werden. Manche Obstbäume werden nur etwa mannshoch und sind so schlank, dass sie auch – in einen Kübel gepflanzt – auf dem Balkon Platz finden. Als Spalier an einer Hauswand gezogen, benötigen sie ebenfalls nur wenig Grundfläche. Wer die Möglichkeit hat, sollte einen größeren Obstbaum pflanzen – als Hausbaum ist er ein besonderer Begleiter durchs Jahr und verschönert den Garten schon im Frühling, wenn er blüht. Am besten lässt man sich von den Pflanzenexperten im Fachhandel bei der Auswahl des passenden Obstbaumes beraten. Dabei ist unbedingt auch auf den Gesundheitsstatus der Obstgehölze zu achten, die als sogenanntes „CAC-Material“ (= Standard) oder „zertifiziert virusfrei“ angeboten werden. Die Fachleute wissen auch, welche Obstsorten einen zweiten Baum als Bestäubersorte für eine gute Fruchtbildung benötigen.

Botanische Schätze

Der Herbst bietet nicht nur viel Leckeres aus dem eigenen Garten, er ist auch eine Zeit, in der manche Pflanze mit außergewöhnlichen Eigenschaften auftrumpft. Clematis beispielsweise sind vor allem wegen ihrer auffallenden, schönen Blüten beliebt. Doch manche dieser feintriebigen Kletterpflanzen überraschen im Herbst und Winter mit interessanten Fruchtständen. Einige Wildformen wie die Gold-Waldrebe bilden nach der Blüte fedrige, silbrig glänzende Samenstände. Sie erinnern an Miniaturperücken und schmücken die Pflanzen bis in den Winter hinein. Ein anderer Pflanzenschatz ist die Blaue Mädchen-Kiefer (Pinus parviflora), von der es verschiedene schöne Sorten gibt. Diese Kiefern haben sehr feine, bläuliche Nadeln, die immer zu fünft beieinander stehen und deutlich gedreht sind. An den Enden der Zweige wachsen besonders viele Nadeln. Dadurch wirken die Triebenden wie Pinsel. Die Blaue Mädchen-Kiefer bildet schon als relativ junge Pflanze viele sehr zierende Zapfen, die im Herbst heranreifen.

Farbe im Herbstgarten

Auch die Fruchtmyrte (Pernettya mucronata in Sorten) beeindruckt im Herbst mit besonderen Früchten, die sehr dekorativ sind. Dieser kleine immergrüne Strauch entwickelt auffallende weiße, rosafarbene oder rote Beeren, die bis in den Winter hinein an den Zweigen bleiben. Sie bilden einen schönen Kontrast zu den kleinen, glänzendgrünen Blättern. Fruchtmyrthen sind zweihäusig, das heißt, es gibt männliche und weibliche Pflanzen. Für reichen Beerenschmuck in den Folgejahren sind deshalb weibliche und männliche Exemplare nötig. Weil die Früchte eine giftige Substanz enthalten, sollte dieser interessante Strauch nicht in Gärten wachsen, in denen kleine Kinder spielen. Die Bartblume (Caryopteris) ist ebenfalls wenig bekannt. Sie hat zierliche, aromatisch duftende Blätter und blüht erst spät im Jahr, im September. Es gibt verschiedene Sorten mit dunkelblauen Blüten. Sowohl die Fruchtmyrte als auch die Bartblume sind kleine Sträucher, die sich gut für die Pflanzung in Gefäße eignen. Sie können deshalb auch Balkon und Terrasse verschönern.

Asternvielfalt

Viele Astern blühen erst spät im Jahr und sollten deshalb in keinem Garten fehlen. Während viele andere Stauden schon verblüht sind, lassen Herbst-Astern die Beete dann mit ihren intensiven Blütenfarben leuchten. Die Farbpalette umfasst eine Fülle an Nuancen von reinem Weiß über Pastelltöne bis hin zu kräftigem Blau, Rot und Violett. Die Wuchsformen und -höhen dieser blühfreudigen Stauden variieren stark. Manche werden über einen Meter hoch, andere bilden kompakte niedrige Blütenkissen. So gibt es selbst für kleine Gärten eine Fülle ganz unterschiedlicher Pflanzenschätze, die vergessen lassen, dass das Gartenjahr langsam zu Ende geht.

Interessant zu wissen – rund um die Pflanzen des Monats September

Vielseitige Äpfel

Äpfel sind nicht nur frisch sehr lecker, sie eignen sich auch gut zur Verarbeitung, zum Beispiel in Kuchen, Tarte, Mus oder Pfannkuchen. Getrocknet, beispielsweise als Apfelringe oder Apfelchips, sind sie außerdem ein gesunder Snack für Zwischendurch. Apfelkuchen gehört zu den beliebtesten Obstkuchen und es gibt unzählige regionale Varianten. Zum Backen eignen sich in erster Linie Sorten, die relativ fest bleiben, wie Boskoop, Elstar oder Jonagold, und die nicht zu saftig sind.

Nicht alles, was Apfel heißt, ist ein Apfel

Der Apfelbaum gilt als einer der ältesten vom Menschen genutzten Obstbäume und wurde schon sehr früh kultiviert und züchterisch bearbeitet. Äpfel hatten eine so große Bedeutung im Leben der Menschen, dass sich die Bezeichnung Apfel auch in vielen Wörtern wiederfindet, die nichts mit diesem Obst zu tun hat. Die Begriffe reichen vom Adamsapfel über den Erd- und den Reichsapfel bis hin zum Zankapfel, dessen Entstehungsgeschichte aus der Antike stammt und auf einen Streit griechischer Göttinnen zurückgeht.

Maler lieben Äpfel

Äpfel haben viele Künstler der unterschiedlichsten Stilrichtungen und in unterschiedlichen Epochen inspiriert. So finden sich Äpfel auf Bildern von Andy Warhol, bei Picasso und auch bei Magritte, dessen surrealistische Apfelbilder manche Frage aufwerfen. Cezanne nutzte Äpfel als Vorbilder für seine Stillleben, Gustav Klimt dagegen malte gleich ganze Apfelbäume.

Astern – die Sternblumen

Der Namen der Astern geht zurück auf das griechische Wort aster oder astron für Stern und bezieht sich auf die schönen Blütensterne dieser Stauden. In alten Gartenbüchern werden die Astern manchmal auch als Sternblumen bezeichnet. Der Name konnte sich jedoch nicht durchsetzen.

Cydonia – ein Name mit Geschichte

Der botanische Gattungsname für Quittenbäume – Cydonia – geht wahrscheinlich auf das Lateinische „mala cydonia“ zurück. Diese Bezeichnung heißt Apfel aus Kydonia und soll sich auf die früher Kydonia genannte Stadt Chania auf Kreta beziehen. Ursprünglich stammen die Bäume aber nicht aus Griechenland, sondern aus der Kaukasusregion und gelangten von dort nach Südeuropa.

Quitten und die marmelada

Die Bezeichnung Marmelade geht auf das portugiesische Wort marmelo für Quitte zurück, denn Quitten und Honig waren einst ein wichtiger Reiseproviant für Seefahrer. Gesüßtes Quittenmus als Brotaufstrich – marmelada genannt – wurde auch exportiert. So gelangte das Wort marmelada vermutlich durch den Handel mit verarbeiteten Quitten auch in andere Länder.

Quitten: überraschende Vielfalt

Quittenbäume sind in Mitteleuropa kaum noch bekannt, obwohl sie wahrscheinlich schon seit mehr als 4.000 Jahren in Kultur sind. Karl der Große ordnete in seiner Landgüterverordnung „Capitulare de villis“ sogar die Pflanzung von Quitten an. Die Früchte wurden früher sowohl als Nahrungs- als auch als Heilmittel geschätzt, unter anderem von Hildegard von Bingen, die sie gegen mehrere Krankheiten empfahl. Quitten erleben mittlerweile eine Renaissance und sind erstaunlich variantenreich. Laut des Vavilov-Instituts in der Nähe von St. Petersburg, in dem sich eine der wertvollsten europäischen Pflanzen- und Saatgutsammlungen befindet, gibt es mindestens 400 verschiedene Quittensorten und -typen.

Mitten im Winter: aromatisches Obst aus eigener Ernte

Seit 2010 gibt es den „Tag des Apfels“ am 11. Januar. Warum zu einem Zeitpunkt, an dem die Erntezeit doch schon so lange vorbei ist, mag sich mancher fragen. Nicht jede Apfelsorte kann gleich nach dem Pflücken verzehrt werden. Manche Äpfel brauchen erst einige Monate Lagerzeit, um ihr volles Aroma zu entwickeln. Dank dieser sogenannten Winter- oder Lageräpfel ist es möglich, auch mitten im Winter noch leckeres Obst aus eigener Ernte zu essen.

EMail Apfel Septembermotiv

Foto: PdM. – Der Anbau von Obst und Gemüse erlebt zur Zeit eine Renaissance. Im September herrscht Hochsaison im Obstgarten, denn jetzt reifen Äpfel und viele andere Früchte.

Kommentar

Der eigene Schwimmteich

Jederzeit geöffnet

Wenn an warmen Sommertagen die Sonne scheint, gibt es für viele nichts Schöneres, als im kühlen Wasser eines Sees oder eines Freibades zu schwimmen. Doch mit der Freude an der Abkühlung und der erfrischenden Bewegung im Wasser ist man an solchen Tagen nicht allein. So steht vor dem Schwimmvergnügen oft erst mal die Parkplatzsuche, und auch anschließend im Freibad kann es eng werden. Naheliegend, dass mancher Gartenbesitzer von seinem eigenen kleinen Badeparadies träumt – jederzeit zugänglich, ohne Lärm, ohne Chlor und ohne die Erfahrung, dass die schönsten Schattenplätze meistens schon belegt sind. Die Lösung: ein eigener Schwimmteich, der zu jeder Tageszeit, selbst am frühen Morgen oder späten Abend noch zum Schwimmen einlädt und der – von Pflanzen umgeben – wie ein idyllischer Natursee wirkt.

Gute Planung und ausreichend Platz

Auch wenn ein Schwimmteich einfach und sehr natürlich aussieht: Wichtig ist, dass er von Anfang an fachgerecht angelegt und bepflanzt wird. Damit dieses komplexe Ökosystem dauerhaft im Gleichgewicht bleibt und Freude bereitet, sind neben den planerischen und technischen Kenntnissen bei der Anlage auch gärtnerisches Wissen und Erfahrung gefragt, wie es die Experten aus dem Garten- und Landschaftsbau haben. Anders als ein normaler Gartenteich besteht ein Schwimmteich aus zwei Bereichen: dem eigentlichen Schwimmbereich und dem flacheren Regenerationsbereich, in dem Sumpf- und Wasserpflanzen die Reinhaltung des Teichwassers übernehmen. Sie binden zum Beispiel die eingebrachten Nährstoffe und vermeiden so das unerwünschte Wachstum von Algen.

Einige Grundvoraussetzungen müssen also erfüllt sein, damit der Schwimmteich die in ihn gesetzten Erwartungen erfüllt. Ein solcher Teich ist ein besonderes Ökosystem, das aus eigener Kraft im Gleichgewicht bleibt, wenn es entsprechend angelegt wurde. Damit sowohl die Pflanzen als auch der Schwimmbereich ausreichend Platz haben, sollte die gesamte Teichanlage eine Mindestgröße von 70 Quadratmetern haben. Die Pflanzen im Uferbereich des Teiches dienen dazu, das Wasser ohne Chemie sauber zu halten, indem sie Nährstoffe binden und Sauerstoff erzeugen. Dazu kommt, dass sie für einen naturnahen Eindruck sorgen und Tieren, wie Fröschen und Libellen, Lebensraum bieten. Je größer die Wasserfläche und der Pflanzenanteil sind, desto größer ist die Fähigkeit zur Selbstreinigung. Wichtig ist auch die Lage des Teiches im Garten. Er sollte weit genug von Bäumen entfernt sein, damit möglichst wenige Blätter und Früchte in das Wasser fallen. Sie müssten sonst mit einem Käscher abgefischt werden, um den Nährstoffeintrag nicht zu sehr zu erhöhen.

Gründliche Vorbereitungen

Die Fachleute aus dem Garten- und Landschaftsbau legen einen Schwimmteich so an, dass er sich harmonisch in die Umgebung einfügt. Die Experten wissen auch, welche Elemente dazu beitragen, den Teich zu einem ganz persönlichen Paradies zu machen. Sie können dazu die entsprechenden Arbeiten durchführen, sei es die Anlage eines einladenden Holzsteges oder eines Lichtsystems, das den Teich oder einige besonders schöne Pflanzen abends gezielt hervorhebt. Für die Anlage eines Schwimmteiches sind sowohl größere Maschinen als auch sorgfältige Detailarbeit notwendig. Mit einem Bagger wird die Erde ausgehoben und abtransportiert oder für die weitere Gartengestaltung genutzt. Steine und Wurzeln müssen gründlich entfernt werden, um für einen möglichst gleichmäßigen Untergrund zu sorgen, auf dem dann ein Schutzvlies und eine wasserdichte Folie ausgelegt werden. Dem folgt die Gestaltung des Ufers. Der Rand des Schwimmbereiches kann zum Beispiel mit einem Holzdeck befestigt werden, im Renaturierungsbereich werden die Ränder mit geeigneten Stauden bepflanzt. So entsteht Schritt für Schritt eine eigene kleine Wasserwelt, die das ganze Jahr über Freude bereitet.

EMail Schwimmteich

Foto: BGL/PdM. – Ein Schwimmteich im Garten ist der Traum vieler Wasserfreunde. Schnell erreichbar, jederzeit zugänglich und von Pflanzen umgeben wird er an warmen Sommertagen zum Urlaubsparadies.

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