Archiv des Monats Mai 2011

Die Reise des Wassers …

… beginnt im eigenen Garten

Wasser befindet sich in einem ständigen Kreislauf. Es verbindet dadurch auf besondere Weise Himmel und Erde: Dort, wo die Sonne Landmassen oder Wasserflächen erwärmt, verdunstet es und gelangt als unsichtbarer Wasserdampf in die Atmosphäre. Hier kommt es zur Kondensation – der Wasserdampf wandelt sich zu Tröpfchen um und bildet Wolken. Aus ihnen gelangt das Wasser als Regen – bei niedrigen Temperaturen als Schnee – wieder zurück auf die Erde. Es sickert in den Boden, füllt die Grundwasserspeicher wieder auf, steht den Pflanzen für ihr Wachstum zur Verfügung oder es fließt oberirdisch ab und gelangt dann in Bäche und Flüsse, die ins Meer fließen. Durch Verdunstung kann das Wasser wieder in die Atmosphäre gelangen und der Kreislauf beginnt von Neuem.

Versickern lassen statt versiegeln!

Wenn Flächen versiegelt sind, also durch mechanische Barrieren wie Straßen oder Gebäude die Versickerung des Wassers in den Boden verhindert wird, muss das Wasser oberirdisch abfließen. Bei starken Regenfällen bereitet dies oft große und kostenintensive Probleme – zum Beispiel in Form von Überschwemmungen und vollgelaufenen Kellern als Folge der überforderten Kanalisation. Wenn Regenwasser dagegen versickert statt oberflächlich abzufließen, entlastet das die Kanalisation. Auch im privaten Bereich kann man einen Beitrag leisten, um die gefährlichen Folgen starker Regenfälle zu mindern – auch zum eigenen Vorteil, denn viele Städte bieten mittlerweile eine Ermäßigung bei den Abwassergebühren an, wenn Flächen nicht versiegelt sind. „Versickern lassen statt versiegeln“ lautet deshalb die Devise. Offene Flächen im Garten, zum Beispiel Rasen oder Beete, lassen das Wasser auf natürlichem Wege versickern oder binden es so, dass es wieder für die Verdunstung zur Verfügung steht. Begrünte Dächer können ebenfalls Wasser binden und tragen gleichzeitig zu einer Klimaverbesserung im Kleinen bei. Offener und bewachsener Boden heizt sich im Sommer außerdem nicht so stark auf wie eine kahle versiegelte Fläche.

Versickerungsfreundliche und belastbare Bodenbeläge finden

Auf vielen Grundstücken gibt es Flächen, die nicht völlig versiegelt sein müssen und für die ein wasserdurchlässiger Belag durchaus möglich ist: Statt einer gepflasterten Auffahrt kann zum Beispiel ein wasserdurchlässiges Rasenfugenpflaster genutzt werden. Es sieht auch natürlicher aus als eine durchgehend gepflasterte Fläche. Je nach Intensität der Nutzung können auch Rasengitterplatten oder Rasengittersteine verwendet werden. Bei der richtigen Entscheidung helfen die Experten aus dem Garten- und Landschaftsbau, die auch die Durchführung solcher Baumaßnahme übernehmen. Sie wissen, wie sich das unnötige Versiegeln von Flächen rund ums Haus vermeiden lässt und welche versickerungsfähigen, belastbaren Materialien es gibt. Weitere Möglichkeiten, um die Versickerung im eigenen Garten zu fördern, sind zum Beispiel wasserdurchlässige Wege oder Terrassen, die keinen Unterbau aus Zement haben, sondern aus Sand und Kies. So gelangt mehr Wasser zurück in den natürlichen Kreislauf.

EMail Maschinen auf Zufahrt

Foto: BGL/PdM. – Grün ist schön – und wer sich für wasserdurchlässige und trotzdem belastbare Bodenbeläge wie Rasengittersteine entscheidet, kann manchmal sogar Abwasssergebühren sparen.

Kommentar

Wasser lässt den Garten leben

Das magische Element

Ohne Wasser könnten Menschen, Tiere und Pflanzen nicht existieren. Der Mensch benötigt es für seinen Stoffwechsel ebenso wie Pflanzen darauf angewiesen sind. Das Leben entstand einst im Wasser und eroberte sich von da aus das Festland. Zusammen mit der Erde, dem Feuer und der Luft gehört Wasser zu den vier Elementen, die die Grundlagen allen Seins darstellen. Auch in vielen Religionen kommt dem Wasser eine besondere Bedeutung zu. Es stand – und steht noch immer – als Symbol für das Leben.

Die Kraft des Wassers

Wasser ist ein äußerst vielseitiges und sehr wandelbares Element, es kann seinen Zustand stärker als die anderen drei Elemente verändern, denn es kann temperaturabhängig flüssig, fest und gasförmig auftreten. Vom Wasser geht eine besondere Faszination aus. Es ist in der Lage, eine ungeheure Kraft zu entwickeln, zum Beispiel als tosender Wasserfall oder reißender Fluss, doch es bietet auch ruhigere Naturerlebnisse, wie das ewige Wechselspiel von Ebbe und Flut. Wasser kann auch sehr entspannend wirken und zum besonderen Zauber eines Ortes beitragen. Es glitzert, rauscht oder plätschert und erinnert damit vielleicht ganz unbewusst daran, dass es auch Sicherheit verspricht: Den Menschen früherer Zeiten, die von dem leben mussten, was die Natur hergab, signalisierte Wasser eine lebensfreundliche Umwelt und Nahrung. Wasser war nicht nur zum Trinken wichtig, es bedeutete noch viel mehr: Wo sauberes Wasser war, wuchsen Pflanzen und dort waren Tiere, die der Mensch jagen konnte, um seine Ernährung zu sichern.

Süßwasser – eine kostbare Ressource

Das nasse Element wird in Mitteleuropa als selbstverständlich betrachtet, weil es hier so verbreitet ist. Doch auch wenn der größte Teil der Erdoberfläche von Wasser bedeckt ist, so sind nur zwei bis drei Prozent davon Süßwasser. Hiervon ist wiederum nur ein kleiner Teil für den Menschen direkt nutzbar. So ist sauberes, salzfreies Wasser eine kostbare Ressource. Trinkwasser ist nicht nur für unser Überleben unabdingbar, es ist auch für unser Wohlbefinden wichtig: Für viele ist es ein guter Durststiller, aber für manche avancierte es auch zu einem teurem Lifestyleprodukt in edlen Designerflaschen.

Wasser im Garten

Es gibt viele Möglichkeiten, um sich auch im Garten vom Wasser und der dazugehörenden Tier- und Pflanzenwelt faszinieren zu lassen. Die Möglichkeiten für Wasser im Garten reichen vom Wasserbecken über einen kleinen Bachlauf oder ein naturnahes Gewässer mit Seerosen und anderen Wasserpflanzen bis hin zum eigenen Schwimmteich. Bei der Anlage eines Teiches oder Wasserbeckens – auch für kleine Gärten – können Experten aus dem Garten-und Landschaftsbau helfen. Bei der Pflanzenauswahl ist die Unterstützung durch Fachleute ebenfalls sinnvoll, damit die richtigen Pflanzen für die jeweilige Wassertiefe ausgewählt werden und so über viele Jahre Freude bereiten.

Formal oder natürlich – eine Frage des Stils

Wegen ihrer Vielfalt lassen sich Teiche oder Wasserbecken für die unterschiedlichsten Gartenstile finden. In einem modernen Garten ist ein Teich mit klaren Linien am wirkungsvollsten – rechteckig, quadratisch oder rund. Effektvoll ist auch ein Wasserbecken, in dem die Reflektionen des Lichts und das Spiel des Windes mit dem Wasser besonders gut zu sehen sind. In einem naturnahen Garten ist dagegen ein Folienteich mit organischen, geschwungenen Uferformen und einer vielfältigen Pflanzenwelt am besten. Die Experten aus dem Garten- und Landschaftsbau realisieren auch ganz individuelle Lösungen, die nicht nur zum Haus und zum Gartenstil passen, sondern auch besondere Wünsche berücksichtigen. Selbst wenn der Platz knapp ist, muss auf Wasser im Garten nicht verzichtet werden. Dann kommen zum Beispiel Wandbrunnen, kleine Wasserbecken, Mini-Teiche in Schalen oder Quell- und Sprudelsteine in Frage. So kann das Element Wasser seinen besonderen Zauber sogar in einem kleinen Garten entfalten.

Nymphaea Marliacea Albida

Foto: BGL/PdM. – Verwunschen und geheimnisvoll – Wasser kann sehr entspannend wirken und zum besonderen Zauber eines Ortes beitragen. Faszinierend ist ein Gartenteich mit Seerosen und dem zarten Spiel von Licht und Schatten.

Kommentar

Mit guter Planung und den richtigen Pflanzen

Mehr Zeit für den Sommer

In der warmen Jahreszeit ist es draußen oft am schönsten. Wer einen Garten hat, kann dann das gute Wetter im Grünen genießen und dabei auch aktiv werden. Viele Gartenbesitzer haben Freude am Pflanzen, Pflegen und Gestalten im Garten und die Bewegung an der frischen Luft tut gut. Doch Garten- und Pflanzenpflege kosten auch Zeit, die nicht jeder hat. Geschickte Gartenplanung, intelligente Technik und pflegeleichte Pflanzen sind dann die Lösung. Viele Gehölze beispielsweise bleiben von Natur aus gut in Form und benötigen keinen Rückschnitt. Es gibt sogar Bäume und Sträucher, deren natürliche Schönheit unter Schnittmaßnahmen leiden würde, wie Magnolien (Magnolia), Zaubernüsse (Hamamelis), Federbuschsträucher (Fothergilla), Blumen-Hartriegel (Cornus kousa und C. florida), Lavendelheide (Pieris), Felsenbirnen (Amelanchier) und Zierapfelbäume (Malus).

Das ganze Jahr über schön

Wenn Platz knapp ist und keine ausladend wachsenden, pflegeleichten Gehölze gepflanzt werden können, gibt es interessante Alternativen. Viele Nadelgehölze haben markante Wuchsformen und benötigen keinen Schnitt. Das Sortiment reicht von teppichartig wachsenden Arten und Sorten bis hin zu eindrucksvollen Säulenformen. Weil fast alle Nadelgehölze immergrün sind, bringen sie auch im Winter Farbe und Struktur in den Garten. Mit ihnen lassen sich interessante Effekte erzielen, denn ihr Farbenspektrum umfasst viele Grün-, Blau- und Gelbtöne. Die verschiedenen Wuchsformen tragen ebenfalls zur gestalterischen Vielfalt bei. Mit ihrem immergrünen Nadelkleid verstärken manche die Farbwirkung von Frühlingsblumen mit hellen Blüten wie zum Beispiel Narzissen, deren Blüten vor einem dunklen Hintergrund besonders intensiv leuchten.

Fachwissen nutzen

Andere Pflanzen wie der Kanadische Hartriegel (Cornus canadensis) und das Dickmännchen (Pachysandra) tragen dazu bei, Zeit zu sparen, indem sie den Boden dicht bedecken und so das Keimen unerwünschter Wildkräuter verhindern. Ein Garten kann ein kleiner Mikrokosmos mit ganz unterschiedlichen Standorteigenschaften sein. Wenn die Gehölze und Stauden passend zu den Licht- und Bodenverhältnissen ausgewählt wurden, können sie sich optimal entwickeln und es muss weniger neu gepflanzt werden. Für langfristigen Erfolg mit Bodendeckern und auch mit anderen Gehölzen und Stauden gilt darum grundsätzlich: die richtige Pflanze am richtigen Platz. Im lichten Schatten unter Bäumen zum Beispiel haben es die meisten Blütenpflanzen schwer. Doch einige robuste bodendeckende Stauden wie Teppich-Golderdbeere (Waldsteinia ternata), die Schaumblüte (Tiarella) und das Frühlingsgedenkemein (Omphalodes verna) können an solchen Standorten dichte Teppiche bilden. Um eine gute Entscheidung zu treffen, lässt man sich deshalb am besten bei der Gehölz- und Staudenauswahl von den Pflanzenspezialisten im Fachhandel beraten.

Schöner sitzen

Auch die Gartengestaltung und moderne Technik helfen, Zeit zu sparen. Mit soliden, gepflasterten Wegen, die nicht nur trittsicher sind, sondern auch so angelegt wurden, dass sie einen guten Wasserabfluss gewährleisten, oder mit Pfaden, auf denen Rindenmulch, Kiesel oder Muscheln liegen, lässt sich der Pflegeaufwand reduzieren. Solche Wege sehen nicht nur gut aus, sie machen auch weniger Arbeit als unbefestigte Wege, die bei Regen rutschig werden und auf denen unerwünschte Wildkräuter leichter keimen. Die Verkleinerung der Rasenfläche durch Beete mit pflegeleichten Gehölzen und Stauden oder durch gepflasterte Sitzecken kann ebenfalls Zeit sparen. Eine kleinere Rasenfläche lässt sich schneller mähen und auf befestigtem Untergrund stehen die Möbel besser als auf Gras. Je nach Himmelsrichtung kann es schön sein, sogar zwei Terrassen zu haben, um so Mittags- und Abendsonne genießen zu können. Wie bei gepflasterten Wegen ist auch bei einer Terrasse ein stabiler Unterbau wichtig, damit keine Steine oder Platten absacken. Solche Arbeiten überlässt man am besten den Experten aus dem Garten- und Landschaftsbau. Sie können auch die Gartenpflege übernehmen und stehen außerdem bei anderen gartengestalterischen Fragen, zum Beispiel zur Bewässerung, mit Rat und Tat zur Seite.

Gartenglück mit Köpfchen

Eine automatische Bewässerung ist aus mehreren Gründen eine sinnvolle Investition. Statt zeitaufwändig mit Schläuchen und Regnern zu hantieren und dabei trotz aller Mühe nicht zu wissen, ob alle Pflanzen ausreichend mit Wasser versorgt sind, kann eine automatische Bewässerung die benötigte Wassermenge mit einem Regensensor zuverlässig ermitteln. Diese ausgefeilte Technik spart nicht nur Zeit, sie trägt auch dazu bei, den Wasserverbrauch zu reduzieren. Die Leitungen können unterirdisch verlegt werden, damit sie nicht stören und nicht vom Frost beschädigt werden. Mit einer Zeitschaltuhr kann die Bewässerung sogar dann arbeiten, wenn niemand zuhause ist – oder wenn der Gartenbesitzer noch schläft, denn in den frühen Morgenstunden ist die beste Zeit, um die Pflanzen mit Wasser zu versorgen. Dann ist die Verdunstung am geringsten und die Wasserausnutzung am besten. So kann durch die Kombination von moderner Bewässerungstechnik, guter Gartengestaltung und geschickter Pflanzenauswahl ein pflegeleichter Garten entstehen, der das ganze Jahr über Freude bereitet.

email Bild 1

Foto 1: BGL/PdM. – Gartenglück ganz einfach: Mit guter Planung, intelligenter Technik und pflegeleichten Pflanzen kann man sich auch bei knapper Zeit über einen gepflegten und schönen Garten freuen.

 

email Bild 2

Foto 2: BGL/PdM. – Für die kleine Pause zwischendurch oder für das Wochenende im Grünen: eine fachmännisch angelegte Terrasse und mit Bedacht ausgewählte Pflanzen. Blumen-Hartriegel sind außergewöhnliche Blütengehölze, die keinen Rückschnitt benötigen, um sich in voller Pracht zu zeigen.

Kommentar

« Vorherige Einträge