Archiv des Monats November 2010

Pflanzenschätze für die kalte Jahreszeit

Grüne Aussichten

Wer im Winter an Nadelbäume denkt, sieht wahrscheinlich zuerst Tannen oder Fichten mit ihren nadelartigen Blättern vor seinem inneren Auge. Doch zur großen Gruppe der Nadelgehölze gehören auch Pflanzen, die wie die Scheinzypressen (Chamaecyparis) und Lebensbäume (Thuja) schuppenförmige Blätter haben. Scheinzypressen und Lebensbäume werden gerne als immergrüne, dichte Heckenpflanzen verwendet, sie bieten aber auch viele Möglichkeiten für eine interessante Gartengestaltung, denn ihre Farben variieren und sie haben oft sehr ausdrucksstarke Wuchsformen. Manche dieser Nadelgehölze bilden markante, dichte Kegel oder Säulen, andere bleiben relativ klein und wachsen kugelförmig. Dazu kommen außergewöhnliche botanische Kostbarkeiten wie die Zwerg-Muschelzypresse (Chamaecyparis obtusa ‚Nana Gracilis‘) oder die Gelbe Fadenzypresse (Chamaecyparis pisifera ‚Filifera Aurea Nana‘). Beide wachsen sehr langsam und sind deshalb echte Schmuckstücke zum Beispiel für kleine Gärten, Gräber, Innenhöfe oder große Pflanzgefäße. Die Muschelzypresse hat auf einzigartige Weise gedrehte und gewellte Zweiglein, die mit ihrer interessanten Form tatsächlich an Muscheln erinnern. Die Gelbe Fadenzypresse überrascht mit fadenförmig überhängenden, zierlichen Zweigen und leuchtet auch im Winter goldgelb.

Viele Farbnuancen

Formenreich ist auch die große Gruppe der Eiben (Taxus), deren Wuchs von schlanken Säulen über locker und breitbuschig wachsende Sorten bis hin zur bodendeckend wachsenden Kissen-Eibe (Taxus baccata ‚Repandens‘) reicht. Eiben sind sehr schnittverträglich. Das macht sie zu guten Heckenpflanzen und auch zu ausgezeichneten Formgehölzen, die zum Beispiel als immergrüne Kegel, Kugeln oder Gartenbonsais erhältlich sind. Immergrün heißt jedoch auch bei Eiben nicht immer grün, denn ihr Farbenspektrum umfasst auch viele Gelbtöne.

Manche immergrünen Gehölze tragen auch mit bläulichen oder silbrigen Nadeln zur farblichen Vielfalt im Garten bei. Einige Fichten beispielsweise haben schöne, silbrig-blaue bis stahlblaue Nadeln. Bläuliche Nuancen finden sich auch bei verschiedenen Scheinzypressen und Atlas-Zedern (Cedrus-atlantica-Sorten). Die große Gruppe der Wacholder bereichert den Garten ebenfalls mit vielen Blautönen, zusätzlich zu den verschiedenen grünen und gelben Nuancen. Dazu kommt bei diesen Nadelgehölzen eine beachtliche Formenvielfalt, denn neben säulenförmigen Wacholdern gibt es unter anderem auch breitbuschig oder bodendeckend wachsende Sorten. Einige eignen sich gut für Gefäße und sorgen so dafür, dass auch Balkon und Terrasse im Winter Farbe zeigen. Der Blaue Zwergwacholder (Juniperus squamata ‚Blue Star‘) zum Beispiel ist eine langsam wachsende Schönheit mit silberblauen Nadeln. Er wächst dichtbuschig, während der Blaue Teppichwacholder ‚Blue Carpet‘ den Boden dicht bedeckt.

Blättervielfalt

Wer immergrüne Laubgehölze in die Gartengestaltung einbezieht, macht seinen winterlichen Garten noch interessanter. Mit ihren unterschiedlichen Blattformen und -größen tragen sie zur Vielfalt im winterlichen Garten bei. Einige immergrüne Laubgehölze bieten mit ihren Blättern außerdem ein interessantes Farbenspiel wie zum Beispiel die Traubenheide (Leucothoe), ein anmutiger kleiner, immergrüner Strauch, je nach Sorte mit einem schönen rötlichen Austrieb im Frühjahr. Die festen, ledrigen Blätter färben sich später im Jahr grün und im Herbst wieder rötlich. Weil die Pflanzen immergrün sind, schmücken sie den Garten auch im Winter mit ihren dunkelroten, glänzenden Blättern. Der Name Traubenheide geht zurück auf die weißen Blüten, die im Frühling erscheinen und bis etwa 6 Zentimeter lange Blütentrauben bilden.

Immergrüne auch für Balkon und Terrasse

Während die Traubenheide relativ klein bleibt und manche Sorten nur bis einen halben Meter hoch werden, kann die Glanzmispel (Photinia) deutlich höher werden. Sie ist ebenfalls immergrün. Je nach Region ist ein geschützter Standort empfehlenswert. Die Sorte ‚Red Robin‘ hat glänzend grüne, bis 15 Zentimeter lange Blätter. Die neu austreibenden Blätter dieses 1,5 bis 3 Meter hohen Zierstrauches leuchten rot und bilden einen schönen Kontrast zu den grünen Blättern. ‚Little Red Robin‘ bleibt kleiner und kann in einem großen Topf auch Balkon und Terrasse verschönern. Die Fruchtskimmien (Skimmia-japonica-Sorten) eignen sich ebenfalls gut für Gefäße und beleben so im Winter den Balkon, die Terrasse oder den Hauseingang. Sie haben den ganzen Winter über leuchtend rote Beeren. Die Fruchtskimmie ist mit ihren immergrünen Blättern und den roten Beeren sehr schön in vorweihnachtlichen Pflanzenarrangements. Sie ist auch, vielleicht sogar mit Bändern oder Schleifen in festlichem Rot geschmückt, ein schönes Geschenk in der Winterzeit.

Interessant zu wissen – rund um die Pflanzen des Monats Dezember

Warum werden Nadelgehölze manchmal auch als Koniferen bezeichnet?
Konifere bedeutet übersetzt „Zapfenträger“. Der Name bezieht sich darauf, dass die meisten Nadelgehölze Zapfen tragen, in denen sich die Samen befinden.

Grüne Feinstaubfilter
Aufgrund der Struktur ihrer Nadeln und Zweige sind viele Koniferen besonders effektiv in der Filterung von Feinstaub aus der (Stadt-)Luft. Auch die Tatsache, dass Nadelgehölze immergrün sind, macht sie besonders wirkungsstark.

Eine eindrucksvolle Ausnahme
Fast alle Nadelbäume sind immergrün. Sie sind deshalb ideal, um einem Garten auch im Winter Struktur und Farbe zu geben. Es gibt aber Ausnahmen wie die Lärche (Larix), denn sie wirft ihre Nadeln im Herbst ab. Dafür entschädigt sie aber mit einer weithin sichtbaren, leuchtend gelben Herbstfärbung.

Glänzende Blätter
Der botanische Gattungsname der Glanzmispeln – Photinia – geht auf das griechische Wort photeinos zurück. Es bedeutet „glänzend“. Diese Bezeichnung bezieht sich, genauso wie der deutsche Name, auf die oft glänzenden Blätter dieser Pflanzen.

Die „Weiße Göttin“ stand Pate
Der botanische Name Leucothoe für die anmutige und immergrüne Traubenheide geht wahrscheinlich auf eine griechische Göttin zurück. Leukothea, die Weiße Göttin genannt, war eine Meeresgöttin. Sie schützte die Seefahrer vor den Gefahren des Meeres. Vielleicht wurde die Traubenheide wegen ihrer weißen Blüten nach dieser Göttin benannt.

Immergrün mit roten Beeren
Manche Skimmien sind zweihäusig, das heißt, dass es männliche und weibliche Pflanzen gibt. Nur die weiblichen Pflanzen tragen Früchte. Wer Skimmien in der kalten Jahreszeit kauft, ist auf der sicheren Seite, denn dann sind die fruchttragenden Pflanzen sofort erkennbar.

Juniperus squamata Blue Star 03

Foto: PdM. – Ideal für den Topfgarten im Winter oder als Geschenk: Ein Nadelbäumchen mit interessantem Wuchs oder außergewöhnlichen Farben wie der Blaue Zwergwacholder, auch Blaustern-Wacholder genannt. (Juniperus ‚Blue Star‘)

Kommentar

Farbenfrohes Grab auch im Winter

Gegen das Vergessen

Seit jeher begraben Menschen ihre Verstorbenen, schmücken die Gräber und besuchen diese. Als „Häuser der Toten“ geben Grabstätten Erinnerung und Andenken einen konkreten und festen Platz: Angehörige betreten einen Friedhof nicht allein mit den Füßen, sondern vor allem mit dem Herzen. Hier – im „umfriedeten Hof“ – dürfen sie innehalten und Kraft schöpfen. Das macht den Friedhof auch zu einem Ort für das Leben und die Lebenden. Ausdruck findet das Lebendige vor allem kraft der Natur: Bäume, Sträucher, Rasen und Blumen schaffen eine würdevolle Atmosphäre, beruhigend und besinnlich. Die Angehörigen können hier für sich und für andere einen letzten Garten pflanzen und der stillen Zwiesprache und dem Gedenken einen individuellen und respektvollen Raum geben.

Winterblüher als floraler Gruß

Pflanzen haben es in den Wintermonaten aufgrund von Kälte und Bodenfrost nicht gerade leicht. Trotzdem gibt es einige, die auch im winterlichen Grau Farbe bekennen, sei es mit ihren immergrünen Blättern oder ihren farbenfrohen Blüten. Zu diesen gehören verschiedene Heidepflanzen, wie die Besenheide (Calluna vulgaris in Sorten), die besonders lange weiß, rosa, rot oder violett blüht. Einige Sorten der Besenheide sind so genannte Knospenblüher, die ihre Blüten nicht öffnen und so das Grab den ganzen Winter hindurch mit farbigen Knospen zieren. Am besten wachsen Callunen in voller Sonne. Ab November blühen daneben die ersten Sorten der Winter- oder Schneeheide (Erica carnea) mit zierlichen weißen, rosafarbenen, roten oder violetten Blütenglöckchen. Weil diese Heide niedrig bleibt, eignet sie sich gut als bodendeckende Grundbepflanzung. Sie legt sich fast wie ein blühender Teppich über die Gräber. Auch die Christrose (Helleborus niger) ist eine schöne Winterpflanze, die in milden Lagen ab Dezember für viele Wochen blüht. Deshalb gilt diese Staude seit Jahrhunderten als Symbol der Hoffnung. Die weiß- bis rosafarbenen Blüten sind porzellanfein und erheben sich im reizvollen Kontrast über die dunkelgrünen Blätter, die die Form einer Hand besitzen. Christrosen wachsen dort am schönsten, wo Halbschatten auf sie fällt, so etwa unter lichten Gehölzen.

Erinnerung hat viele Farben und Formen

Es sind aber nicht nur blühende Pflanzen, die das Grab im Winter verschönern. Einen großen Zierwert haben auch Gehölze und Stauden mit farbigem Laub oder besonderen Nadeln. Außergewöhnlich schön sind beispielsweise die Blätter des winterharten Purpurglöckchens (Heuchera), die je nach Sorte von purpurfarbenen Adern durchzogen sind. Ob mit rötlich-silbrigen, orangefarbenen oder limonengrünen Blättern: Alle Sorten eignen sich gut als Bodendecker und sind die ideale Grundbepflanzung für ein Grab. Oft sind sie ganzjährig grüne Stauden, die wenig Pflege brauchen, den Boden durch eine geschlossene Pflanzendecke vor dem Austrocknen schützen und Unkrautwuchs vermindern. Ideal für die Grabbepflanzung im Winter sind außerdem Gräser wie etwa der filigrane Blauschwingel (Festuca cinerea): Er passt bestens zu rotvioletten Heidepflanzen und bildet auf frostigem Boden einen blau-grünen Horst in Form einer Halbkugel. Auf sonnigen Gräbern wachsen daneben besonders schön trockenverträgliche grün- oder buntlaubige Fetthennen (Sedum) und Thymian (Thymus), wie der Goldblatt-Teppichthymian mit seinen goldgelben Blättchen. Eine große Farbvielfalt gibt es darüber hinaus bei den kriechend wachsenden, niedrig bleibenden Spindelsträuchern (Euonymus), deren bisweilen bunt panaschierte Blätter sich im Winter leicht rötlich verfärben. Das Schattengrün (Pachysandra terminalis), auch Dickmännchen genannt, ist ein schöner immergrüner Bodendecker für lichtarme Standorte. Es hat glänzendgrüne Blätter und bildet auf lockeren, humosen Böden dichte, etwa 20 Zentimeter hohe Blattteppiche.

Perlen in der Wintersonne

Einige für die Grabgestaltung geeignete Pflanzen tragen bis in den Winter hinein (und zum Teil auch darüber hinaus) leuchtenden Fruchtschmuck. Eine von ihnen ist die Rote Teppichbeere (Gaultheria procumbens) – ein Zwergstrauch, der mit seinem kompakten, teppichartigen Wuchs nur bis zu 20 Zentimeter hoch wird und vom Herbst bis zum Frühjahr rote kugelige Früchte trägt. Ein anderer Hingucker ist die Frucht-Skimmie (Skimmia japonica): Dieser Kleinstrauch trägt sein immergrünes Laub auch in der dunklen Jahreszeit und ziert sich dazu den ganzen Winter hindurch über und über mit leuchtend roten Beeren.

Skimmia japonica

Winterharte Stauden und Gehölze lassen sich teilweise noch bis Dezember an frostfreien Tagen pflanzen. Bei der Planung sollte unbedingt ihre Endgröße berücksichtigt werden! Eine Dauerbepflanzung kann durch eine Wechselbepflanzung ergänzt werden: Eine freie Stelle in der Mitte des Grabes genügt. Während das eine dann verblüht und sich in die Erde zurückzieht, um im nächsten Jahr wieder auszutreiben, erblüht das andere kraftvoll und neu. So entsteht ein Grab, das ganzjährig schön ist, dem Gedenken und der Wertschätzung Ausdruck verleiht und Zeichen setzt.

Kommentar

Mit den Waffen der Natur

Wie sich Pflanzen schützen – und dem Menschen nützen

Tiere können weglaufen, wenn sie angegriffen werden. Pflanzen sind dagegen an ihren Standort gebunden und müssen sich auf andere Weise gegen mögliche Feinde behaupten, wenn sie überleben wollen. So haben sie im Laufe der Evolution verschiedene effiziente Verteidigungsstrategien entwickelt, die ihnen das Überleben sichern sollen. Manche Mechanismen sind sehr kompliziert und werden jetzt erst von Forschern genauer untersucht. Einige Pflanzen nutzen zum Beispiel die Feinde ihrer Feinde – sogenannte Nützlinge – für ihren eigenen Schutz: Dazu bilden sie, wenn sie durch Insekten verletzt werden, bestimmte Duftstoffe. Diese Substanzen locken Tiere an, die die pflanzenschädigenden Insekten vertilgen – eine ausgeklügelte Strategie, die nicht nur den Pflanzen nützt, denn von dieser Allianz profitieren auch die Tiere, die die Pflanzenschädlinge verspeisen. Ätherische Öle können ebenfalls ein Schutzmechanismus sein, weil sie bestimmte Pflanzenteile für manche Tiere ungenießbar machen.

Stacheln oder Dornen?

Ein anderer Mechanismus, der Pflanzen vor Fraßfeinden schützt, ist meistens deutlich sichtbar: Dornen und Stacheln, die verhindern, dass Pflanzenteile gefressen werden oder dass Tiere am Stamm eines Baumes hochklettern, um seine Blätter zu fressen. Häufig wird nicht zwischen Dornen und Stacheln unterschieden, doch die Botanik macht hier einen genauen Unterschied: Dornen sind umgebildete Blätter oder verkümmerte Seitensprosse, wie man sie zum Beispiel beim Sanddorn (Hippophae) und beim Feuerdorn (Pyracantha) findet. Sie stehen mit dem Leitgefäßen in der Pflanze in Verbindung. Werden sie gewaltsam entfernt, kann die Pflanze verletzt werden. Stacheln werden dagegen vom Rindengewebe der Triebe gebildet. Sie sind nicht so fest mit dem Trieb verbunden und lassen sich, wie bei der Rose, relativ leicht entfernen. Sand- und Feuerdorn sind übrigens beide sehr geschätzte Gehölze: Der Sanddorn trägt im Herbst leuchtend orangefarbene, vitaminreiche Beeren, die sich unter anderem gut für Marmelade, Sirup oder Likör eignen. Der Feuerdorn hat in dieser Jahreszeit je nach Sorte unzählige gelbe, orangefarbene oder rote Beeren, die diesen Zierstrauch, der auch gut an einem Spalier an einer Hauswand gezogen werden kann, bis weit in den Winter hinein schmücken.

Schön und nützlich

Während Dornen einerseits dazu beitragen, gefräßige Tiere abzuhalten, können sie andererseits Tiere auch schützen. Sträucher mit Dornen bieten im Garten und auch in der freien Natur sichere Rückzugsmöglichkeiten für kleine Tiere. Vögel können in solchen Gehölzen nisten und sind vor Feinden wie Mardern oder herumstreunenden Katzen geschützt. Für den Menschen können bedornte Pflanzen ebenfalls wertvoll sein, zum Beispiel als dichte, undurchdringliche Hecke, die als lebender Zaun unerwünschte zwei- und vierbeinige Eindringlinge fernhält. Berberitzen (Berberis) beispielsweise haben mehr oder weniger stark ausgeprägte Dornen. Manche dieser robusten, anspruchslosen Sträucher werden gerne als Hecken verwendet, da sie gut schnittverträglich sind. Dazu kommt, dass viele Berberitzen eine optische Bereicherung des Gartens sind. Einige haben zum Beispiel schöne dunkelrote Blätter, andere fallen im Frühling mit intensiv gelben bis orangefarbenen Blüten auf oder tragen im Herbst leuchtend rote Beeren.

Auch die Zierquitte (Chaenomeles) ist ein schöner Blütenstrauch mit Dornen, die zum Beispiel gut in einen Vorgarten gepflanzt werden kann. Sie gilt als Multitalent und ist relativ anspruchslos. Ihre auffallenden, zumeist leuchtend roten Blüten erscheinen schon ab April vor dem Laubaustrieb, im Herbst bildet sie anfangs grüne, später gelbe Früchte, die sich unter anderem gut zu Gelee oder Marmelade verarbeiten lassen. Manche Zierquittensorten sind mit ihren bedornten Zweigen ideal für lockere, undurchdringliche Blütenhecken. Sie bieten nicht nur Vögeln und kleinen Säugetieren Schutz und Nahrung, ihre früh im Jahr erscheinenden Blüten sind auch eine wertvolle Nahrungsquelle für Bienen.

Schmückende Blätter

Manchmal tragen die Verteidigungsmechanismen sogar zum Zierwert einer Pflanze bei. Mahonien zum Beispiel haben interessante dornig gezähnte, oft glänzende, immergrüne Blätter. Sie sind ein schöner Kontrast zu den leuchtend gelben, je nach Art oder Sorte im Frühling oder Spätwinter erscheinenden Blüten dieser Ziersträucher. Viele Stechpalmen (Ilex) haben ebenfalls schöne, immergrüne Blätter. Sie sind deshalb wie die Mahonien ideal für einen Garten, der das ganze Jahr über etwas zu bieten hat. Die Blätter der Stechpalmen sind relativ fest und meistens glänzend dunkelgrün, bei manchen Sorten auch gelbgrün oder silbriggrün. Einige Stechpalmen haben im Winter dekorative rote Beeren, die zusammen mit den grünen Blättern auch gerne als winterliches Motiv verwendet werden, zum Beispiel in Weihnachtsgestecken an der Haustür. Bei manchen Ilexsorten sind die Blätter am Rande leicht gewellt und bedornt – und sehen dadurch besonders interessant aus.

Chaenomeles Rubra

Foto: PdM. – Die Zierquitte ist ein schöner Blütenstrauch, der gut in einen Vorgarten gepflanzt werden kann. Manche Zierquitten sind mit ihren bedornten Zweigen ideal für lockere, undurchdringliche Blütenhecken.

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