Archiv des Monats September 2010

Der leuchtende Herbst

Herbstfeuer

Sie sind gefiedert, eiförmig, elliptisch oder handförmig gelappt, manche werden als linealisch, andere als lanzettlich bezeichnet – Blätter sind sehr vielgestaltig und zusätzlich zu ihrer Form variieren auch Farbe und Größe. Neben Rinde, Blüte und Habitus tragen auch diese Eigenschaften dazu bei, einen Baum zu bestimmen. Einige Blätter sind besonders markant wie die des Ginkgo (Ginkgo biloba), denn sie ähneln kleinen Fächern. Auch der Amberbaum (Liquidambar styraciflua) hat sehr typische Blätter. Wie die des Ahorns sind sie fünf- bis siebenlappig, jedoch stärker eingeschnitten und sie erinnern manchen Betrachter an Seesterne, wohl deshalb ist der Liquidambar auch unter dem Namen Seesternbaum bekannt. Ein ganz deutliches Unterscheidungsmerkmal zwischen Ahorn und Amberbaum ist die Blattstellung: Die Blätter des Ahorns stehen sich paarweise gegenüber, die des Amberbaums sind wechselständig.

Feurige Farben für den Herbstgarten

Der botanische Name Liquidambar geht auf zwei Wörter zurück: Zum einen wahrscheinlich auf das lateinische Wort „liquidus“ für flüssig und zum anderen auf „ambar“, eine alte Bezeichnung für Bernstein oder für eine harzartige Masse. Der Name bezieht sich auf das bei Verletzungen des Stammes austretende, angenehm duftende Harz. Es wurde in Nordamerika, der Heimat des Amberbaumes, früher zur Herstellung von Kaugummi verwendet. In Mitteleuropa wird der Amberbaum nicht wegen seines Harzes gepflanzt, sondern vor allem wegen seiner fantastischen Herbstfärbung. Wer von der Farbenpracht des Indian Summer an der amerikanischen Ostküste und im Osten Kanadas fasziniert ist, sollte einen Amberbaum pflanzen und wird begeistert sein. Seine im Sommer grünen Blätter bieten im Herbst ein eindrucksvolles Farbenspiel: Sie färben sich dann leuchtend gelborange, weinrot oder tiefpurpur. Wichtig für eine gute Herbstfärbung ist ein sonniger Standort. Vom Liquidambar gibt es verschiedene Sorten, so dass sich auch ein Amberbaum für kleinere Gärten finden lässt. Andere Gehölze mit schöner Herbstfärbung sind zum Beispiel der Federbuschstrauch (Fothergilla), das Geflügelte Pfaffenhütchen (Euonymus alatus), der Eisenholzbaum (Parrotia persica), verschiedene Ahorne und Berberitzen sowie der Ginkgo, dessen Blätter im Herbst weithin sichtbar goldgelb leuchten. Auch einige Kletterpflanzen wie der Wilde Wein (Parthenocissus) und der Scharlachwein (Vitis coignetiae) haben auffallendes Herbstlaub. Am besten lässt man sich bei der Auswahl im Fachhandel beraten.

Erntefreuden

Der Obstgarten zeigt sich im Oktober ebenfalls von einer besonders schönen Seite. Dann sind viele späte Früchte wie Äpfel, Birnen und Quitten reif. Apfel-, Birnen- und Quittenbäume bereiten aber nicht nur zur Erntezeit besondere Freude, sondern schon im Frühling, denn dann bereichern sie den Garten mit ihrer Blütenfülle. Ungefähr ab Mitte Oktober beginnt die Pflanzzeit für sommergrüne Laubgehölze. Auch wer sich in Zukunft über frisches Obst direkt aus dem eigenen Garten freuen möchte, sollte im Herbst zur Tat schreiten. Vor dem Winter gepflanzt, können die Bäume noch in diesem Jahr Feinwurzeln bilden und haben so schon einen Entwicklungsvorsprung gegenüber den Gehölzen, die erst im nächsten Frühling in die Erde kommen.

Nadelkleid statt kahler Erde

Bodendecker können jetzt ebenfalls gut gepflanzt werden. Sie bieten viele Vorteile, unter anderem beschatten sie den Boden, schützen ihn mit ihrem Wurzelwerk vor dem Abschwemmen und unterdrücken Unkräuter. Außerdem haben sie einen hohen ästhetischen Wert, denn es ist viel schöner, auf grüne Pflanzen zu blicken als auf nackte Erde. Viele Bodendecker sind immergrün und tragen dazu bei, dass der Garten auch im Winter nicht völlig kahl ist. Sobald sie eine dichte Fläche bilden, sind sie das ganze Jahr über ein guter Unkrautschutz. Auch manche Nadelgehölze eignen sich gut als immergrüne Bodendecker, zum Beispiel die Kisseneibe (Taxus baccata ‚Repandens‘), der Zwerglebensbaum (Microbiota decussata) und die verschiedenen Teppichwacholder-Sorten (Juniperus horizontalis-Sorten), von denen einige silbrig-blau schimmernde Nadeln haben.

Grün gegen winterliche Tristesse

Bei den Laubgehölzen gibt es neben den sommergrünen sowohl immergrüne als auch wintergrüne Bodendecker. Wintergrün bedeutet, dass die Pflanzen ihre Blätter im Allgemeinen auch im Winter behalten, sofern es nicht zu kalt wird. Anders als die Immergrünen erneuern sie ihr Blätterkleid im nächsten Frühjahr, wenn sie frisch austreiben. Viele Wintergrüne haben schöne Blüten, wie beispielswiese die Gelbe Elfenblume (Epimedium x perralchicum ‚Frohnleiten‘), deren zierliche gelbe Blüten im Frühling wie Elfen über dem dichten Blattwerk schweben. Auch die Teppich-Golderdbeere (Waldsteinia ternata) ist wintergrün und blüht im Frühjahr leuchtend gelb. Immergrüne Bodendecker sind unter anderem der Efeu (Hedera), die Rebhuhnbeere (Gaultheria), das Schattengrün (Pachysandra), das Immergrün (Vinca-Arten und -Sorten) und die Kriechspindeln (Euonymus fortunei-Sorten). Manche Kriechspindeln haben mehrfarbige, weiß- oder gelbgrüne Blätter und tragen so zur farblichen Vielfalt im Garten bei.

Interessant zu wissen – rund um die Pflanzen des Monats Oktober

Herbstfärbung

Die Herbstfarben des Liquidambar (Amberbaum) können sich in unserem unbeständigen Klima von Jahr zu Jahr verändern. Im Fachhandel werden auch Sorten angeboten, die garantiert farbkräftig sind.

Außergewöhnliche Rinde

Der Amberbaum (Liquidambar styraciflua) gehört zu den Gehölzen, die das ganze Jahr über interessant sind, auch nach dem herbstlichen Laubfall. Die älteren Triebe dieses Baumes sind mit markanten Korkleisten besetzt, die im Winter, wenn der Baum keine Blätter trägt, besonders gut zu sehen sind.

Uralte Pflanzengattung

Der aus Nordamerika stammende Liquidambar styraciflua gehört zu einer uralten Pflanzengattung, die wie der Ginkgo und die Magnolien schon im Tertiär existierte. Liquidambar lievenii, ein Verwandter des nordamerikanischen Amberbaumes, war vor den Eiszeiten in Mitteleuropa beheimatet, wurde aber durch das Eis verdrängt. Dies belegen fossile Blätter, die in einem Braunkohleabbaugebiet in Nordrhein-Westfalen gefunden wurden.

Wertvolles Holz

Das harte Holz des Amberbaumes wird wegen seiner rötlichbraunen Farbe gerne für Furniere, Möbel und Skulpturen verwendet. Zweige von Amberbäumen gelten als gut geeignet für Wünschelruten.

Die goldenen Äpfel der Unsterblichkeit

In allen Kulturkreisen, in denen Apfelbäume bekannt sind, gibt es Mythen oder Märchen, in denen Äpfel eine wichtige Rolle spielen. Häufig ist der Apfel ein Symbol für das Leben, die Vollkommenheit, die Liebe und für die Fruchtbarkeit. Manchmal steht er auch für die Unsterblichkeit: In der nordischen Mythologie war Iduna, auch Idun oder Idunn genannt, die Göttin der ewigen Jugend. Sie besaß unvergängliche goldene Äpfel, die sie in einer Truhe aufbewahrte. Damit ihre Mitgötter nicht alterten, aßen sie täglich von den Früchten. Eines Tages wurde die Göttin samt der Apfeltruhe entführt. Ohne die verjüngende Kraft der Äpfel alterten die Götter nun schnell, wurden matt, schwerfällig und gebrechlich. Sie wollten Iduna samt ihres Obstschatzes unbedingt wieder in ihrem Kreise haben. Darum wurde der Gott Loki, der für die Entführung mitverantwortlich gemacht wurde, von den Göttern unter Druck gesetzt. Mit einigen Verwandlungstricks gelang es ihm, die Entführte und die Äpfel der Verjüngung zurückzugewinnen, so dass fortan die Früchte den Göttern wieder zur Verfügung standen. Damit endete die Apfelkrise der Götter, ihre Unsterblichkeit war gesichert und sie erhielten schnell ihre gewohnte Vitalität und Schönheit zurück.

Die Stadt der Äpfel

Äpfel haben der einstigen Hauptstadt von Kasachstan, Almaty, früher Alma-Ata genannt, ihren Namen gegeben. Dort heißt der Apfel alma. Almaty bedeutet soviel wie Stadt der Äpfel. In der Region wuchsen viele wilde Apfelbäume und der Apfel wurde zum Wahrzeichen der Stadt. Auch heute gibt es dort noch unzählige Obstbäume, darunter viele Wildapfelbäume.

Der Garten Eden auf Balkon und Terrasse

Säulenapfelbäume wachsen auf kleinstem Raum und gedeihen sogar in großen Kübeln auf Balkon und Terrasse. Die Bäume werden nur etwa 2 bis 2,5 m hoch und circa 30 cm breit. Im Frühjahr schmücken sie sich mit schönen Blüten, im Herbst ermöglichen sie trotz ihrer geringen Höhe eine reiche Ernte. Auch wenn die Bäume klein sind, haben die Früchte eine normale Größe. Säulenapfelbäume sind zumeist selbstfruchtbar, der Fruchtansatz ist jedoch besser, wenn zwei Sorten gepflanzt werden. Weil diese Bäume von Natur aus säulenförmig wachsen, benötigen sie fast keinen Schnitt. Nur wenn sich Seitentriebe bilden, werden diese auf zwei Augen zurückgeschnitten. Wichtig ist, dass die Pflanzen sonnig stehen, so dass sich die reifenden Früchte gut entwickeln können. Auch von Süßkirschen und Birnen gibt es mittlerweile Säulenbäume für den Naschgarten auf Balkon und Terrasse.

Namen – vom Apfel inspiriert

Die große Bedeutung des Apfels zeigt sich auch daran, dass sich sein Name in den Bezeichnungen für andere Früchte findet, obwohl diese, wie der Granatapfel, gar nicht mit dem Apfel verwandt sind. So werden beispielsweise Orangen auch als Apfelsinen bezeichnet und Kartoffeln werden in Österreich Erdäpfel genannt.

Nicht alles, was Apfel heißt …

… ist essbar. Der Reichsapfel stand als Sinnbild für Vollkommenheit und für die unendliche Macht des Kaisers oder Königs. Er gehörte neben Krone und Zepter zu den Insignien des Herrschers und bestand aus Gold, Edelsteinen und Perlen. Der Reichsapfel ist allerdings genaugenommen ein Reichsglobus, denn die runde Form symbolisierte die Weltkugel.

Äpfel am Weihnachtsbaum

Zum traditionellen Schmuck für einen Weihnachtsbaum gehörten einst neben Nüssen auch rote Äpfel. In früheren Zeiten waren Äpfel in Nordeuropa sehr wichtig, um die Menschen auch im Winter mit Vitaminen zu versorgen. Äpfel gehörten damals zu den wenigen Obstsorten, die lange gelagert werden konnten. Nach dem Ende der Weihnachtszeit durfte der Weihnachtsbaum dann von den Kindern „abgeerntet“ werden. Die Äpfel gelten als Vorläufer der roten Weihnachtskugeln. Sie entstanden angeblich, weil ein armer Glasbläser sich keine Äpfel als Weihnachtsschmuck leisten konnte …

Die Insel der Apfelbäume

Avalon, der Name des mystischen Ortes aus der Artussage, geht zurück auf ein uraltes Wort für Apfel. Demnach ist Avalon die „Insel der Äpfel“, denn auf der im Nebel verborgenen Insel wuchsen unendlich viele Apfelbäume. Apfelbäume gehörten zu den sieben heiligen Bäumen der Kelten und standen für Heilkraft und Unsterblichkeit. Auf Avalon gab es darum auch weder Krankheit noch Tod. Der Legende nach wurde König Artus wegen einer Verletzung, die im Normalfall zum Tode geführt hätte, von der Zauberin Morgaine auf die Apfelinsel gebracht und dort geheilt.

EMail Liquidambar 291438

Foto: PdM. – Die Blätter des Amberbaumes bieten im Herbst ein prachtvolles Farbenspiel. Sie färben sich dann leuchtend gelborange, weinrot oder tiefpurpur.

Kommentar

Gartenrenovierung

Vielerorts längst überfällig

Es gibt viele Gründe, den Garten nach einigen Jahren umzugestalten: Das Grün hinterm Haus soll den Kindern gerecht werden oder nach den Kinderjahren wieder auf die eigenen Bedürfnisse abgestimmt werden, vielleicht sind einzelne Bäume und Sträucher zu groß geworden, oder man möchte dem Garten einfach ein neues Gesicht geben.

Bei radikalen Veränderungen im Garten ist es sinnvoll, einen Fachmann zu engagieren. Landschaftsgärtner übernehmen zum Beispiel das kraftaufwändige Roden alter Bäume oder die knifflige Anlage von Treppen oder Wegen im Garten. Ein korrekter und die Wuchsform erhaltender Rückschnitt ist bei Gehölzen und Sträuchern oft nicht einfach und sollte ohnehin vom Fachmann vorgenommen werden.

Auch hinter der Neu- und Umgestaltung von Staudenbeeten steckt viel Arbeit. Beetstauden gelegentlich auszugraben und zu teilen, ist jedoch wichtig, damit die Pflanzen nach Jahren nicht vergreisen oder die Nachbarpflanzen überwuchern. Die beste Jahreszeit für die Pflanzung und Umpflanzung im Staudenbeet ist der Herbst. Dann gehen die Gartenbewohner in die Ruhephase und lassen sich problemlos teilen und an anderer Stelle wieder einsetzen.

Soll der Garten für Kinder umgestaltet werden, wird neben der Rasenfläche zum Toben oder Ballspielen meist auch eine Schaukel oder eine Klettermöglichkeit für die Kleinen gebaut. Im Sandkasten oder einer einfachen Matsch- oder Erdmulde können Kinder stundenlang mit Hingabe spielen. Wer seinem Nachwuchs von Anfang an Natur und Grün näher bringen möchte, kann auch bei der Pflanzenauswahl schon auf die kleinen Weltentdecker eingehen. Eine Einladung zum Naschen sind beispielsweise früchtetragende Pflanzen wie Erdbeeren, Johannisbeer- oder Himbeersträucher. Auch ein Haselnussstrauch oder Weinreben, die im Herbst beerntet werden können, sind bei Kindern beliebt.

Außerdem eignen sich für den Garten mit kleinen Kindern robuste Sträucher, die beim ausgelassenen Toben nicht zu sehr leiden und selbstverständlich nur solche, die im Umfeld von Kindern unbedenklich sind, wie diese Blütensträucher: Felsenbirne (Amelanchier), Weigelie (Weigela), Schmetterlingsstrauch (Buddleja) oder Sommerjasmin (Philadelphus). Sogar ein eigenes Beet kann man für den Nachwuchs anlegen, in dem neben Kartoffeln auch Erbsen, Radieschen, Möhren, Kürbis und Sonnenblumen wachsen – und dabei in allen Entwicklungsphasen beobachtet werden können. Damit die ersten Gärtnerversuche auch mit Erfolg belohnt werden, sollte das Kinderbeet möglichst sonnig und geschützt platziert werden.

Sind die Kinder groß, nutzen sie ihr grünes Spielzimmer kaum noch. Dann kann hier ein ganz neuer Garten entstehen oder Teilstücke können den neuen Bedürfnissen der Familie angepasst werden. Die Möglichkeiten sind vielfältig. Aus dem ausgedienten Sandkasten oder dem sonnig gelegenen Kinderbeet wird bei dem einen ein duftender Kräutergarten und bei dem anderen ein romantisches Rosenbeet. Der freigewordene Platz kann auch genutzt werden, um sich hier den lang ersehnten Traum vom Wassergarten zu erfüllen oder einen zusätzlichen Sitzplatz für gemeinsame Grillabende anzulegen. Wer noch nicht genau weiß, wie er seinen Garten in Zukunft nutzen möchte, der kann sich Anregungen bei Freunden, bei Gartenschauen, offenen Gartenpforten und in Büchern und Zeitschriften holen – oder professionelle Unterstützung vom Landschaftsgärtner.

Sitzplatz

Foto: BGL/PdM. – Wo früher Schaukel und Klettergerüst standen, kann nach den Kinderjahren ein gemütlicher Sitzplatz eingerichtet werden.

Kommentar

Gesellige Runde zwischen goldenen Farben

Feiern im Garten – auch im Herbst!

Die Tage werden allmählich kürzer und kühler. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass auch die Gartensaison zu Ende ist! Im Gegenteil: Im Herbst zeigt sich der Garten noch einmal in seiner ganzen Farbenpracht, wenn die Spätsommer- und Herbststauden ihre Blüten öffnen und sich Gehölze und Gräser goldgelb und rotbraun verfärben. Selbst feiern lässt sich jetzt noch am schönsten im Garten – umgeben von frischer, milder Luft und mitten im grünen Leben! Auf einer überdachten Terrasse und von einer Natursteinmauer geschützt, müssen Gartenbesitzer und Gäste weder Wind noch Regen fürchten. Wenn es am späteren Abend dann allzu kühl wird, setzt man sich einfach an den Feuerplatz ans knisternde Feuer oder zieht sich in den Gartenpavillon zurück. Ein solcher Feuerplatz lässt sich aus gebrannten Tonziegeln selbst bauen und ist besonders praktisch, wenn er direkt in eine gepflasterte Fläche eingebettet wird. Die Erde mit etwas Sand bedecken und schon kann´s losgehen. Wichtig ist, dass der Feuerplatz weit genug von Gebäuden und Pflanzen entfernt ist und das Feuer klein gehalten wird. Beim Bau können Landschaftsgärtner weiterhelfen. Sie sorgen außerdem dafür, dass der Garten auch sonst gepflegt und schön angelegt ist. Denn vor allem dann fühlen sich Besitzer und Gäste wohl: auf einer schön gepflasterten Terrasse statt etwa auf vermoosten Waschbetonplatten, mit Blick auf eine Fülle aus Farben und Formen, begleitet von rauschenden Blättern. Da schmecken herzhafter Zwiebelkuchen und junger Wein gleich doppelt gut und frisch gebackener Apfelkuchen versüßt den Abschied vom Sommer!

Am Nachmittag …

Wer unter freiem Himmel feiert, kann der Natur einen Teil der Dekoration überlassen. Wie prachtvoll haben sich zum Beispiel die vor kurzem noch glänzend dunkelgrünen Blätter des Amberbaums (Liquidambar styraciflua) verfärbt! Weithin leuchten sie nun in warmen Farbtönen zwischen Gelborange, Wein- und Purpurrot. Berberitze (Berberis) und Scharlach-Weißdorn (Crataegus coccinea bzw. pedicellata) haben daneben ihren korallenroten Fruchtschmuck angelegt und auch die exotisch anmutende Lampionblume (Physalis alkekengi var. franchetii) zeigt sich jetzt mit ihren orangeroten Fruchthülsen von ihrer schönsten Seite, die tatsächlich an Papierlampions erinnern. Die beste Kulisse für eine Gartenparty! Attraktive Hingucker sind außerdem Herbstanemonen (Anemone hupehensis) und Astern, die je nach Sorte von Weiß über Rosa bis hin zu Blauviolett blühen. Besonders elegant sind die Silberkerzen (Cimicifuga), die ihre langgestielten weißen, creme- oder rosafarbenen Blütenkerzen sanft im ersten leichten Herbstwind wiegen. Schade wär´s, ließe man sich diesen Anblick entgehen!

… und am Abend

Auch wenn die „Erntedank“- oder Kaffeetafel bis auf den letzten Krümel geräumt ist, lohnt es sich noch, draußen sitzen zu bleiben und die frische Abendluft zu genießen. Denn weil es früher dunkel wird als noch im Sommer, kommen auch die Gartenleuchten schneller zu ihrem Auftritt. Diese sorgen nicht allein für Sicherheit, sondern tauchen – wenn sie clever installiert sind – den Garten in ein stimmungsvolles Lichtermeer! Verwunschen und mächtig steht dann der angestrahlte Solitärstrauch da und der Gartenteich schimmert geheimnisvoll. In der Dämmerung, wenn kräftige Farben in den Hintergrund treten, bleiben die weißen Blüten von Chrysantheme und Prachtspiere (Astilbe) sowie das Gelb von den Staudensonnenblumen (Helianthus) besonders lange sichtbar. Auffallende Blüten, leuchtendes Herbstlaub, Immergrüne und bunte Früchte – ein mit Gehölzen und Stauden abwechslungsreich gestalteter Garten bietet auch nach dem Sommer jede Menge Garten- und Partyglück, das genossen und begossen werden kann. Grün macht glücklich!

Ab September beginnt auch die Pflanzzeit: Pflanzen, die bis zum Dezember, solange kein Frost herrscht, in die Gartenerde gesetzt werden, beginnen schnell, sich zu entwickeln und sammeln alle Kraft, um dann im kommenden Frühjahr früh und kräftig auszutreiben

 

E-Mail Terrasse mit Ziergras 291166

Foto: BGL/PdM. – Draußen ist es am schönsten, auch wenn die Tage langsam kürzer werden: Auf einer fachmännisch angelegten Terrasse, mitten im grünen Leben, fühlen sich Gartenbesitzer und Gäste wohl.

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