Archiv des Monats Mai 2010

Auch im Garten geht’s rund

Die besten Pflanzen für den Fußballsommer

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus, denn bald beginnt die Fußballweltmeisterschaft im fernen Südafrika. Auch hier könnte sie wieder zu einem Sommermärchen werden, wenn die Nationalelf Tore schießt, der Wettergott auf der Seite der Fußballfans steht und die Spiele vor Großleinwänden in gutgelaunter Gemeinschaft verfolgt werden können. Es geht aber auch einige Nummern kleiner und dennoch mit viel Spaß, zusammen mit Freunden oder der Familie. Während im Juni und Juli auf der Südhalbkugel Winter herrscht, können wir hier mit etwas Glück den Sommer genießen, zum Beispiel beim gemeinsamen Grillen oder Feiern im Garten. Die passenden Pflanzen für einen Fußballsommer im Grünen oder als Geschenk für einen fußballbegeisterten Gastgeber mit Garten gibt es auch: Sträucher, die von Natur aus oder durch gezielten Formschnitt rund wie ein Fußball wachsen, und Bäume, die eine schöne kugelförmige Krone haben.

Grüne Kugeln sogar für Balkon und Terrasse

Die traditionellen Pflanzzeiten für Gehölze sind Frühling und Herbst. Auch im Sommer können Bäume und Sträucher gepflanzt werden, wenn sie in Gefäßen – den so genannten Containern – angeboten werden und eine gute und regelmäßige Wasserversorgung nach dem Pflanzen gesichert ist. Das Sortiment von Pflanzen mit kugelförmiger Krone oder kugelförmigem Wuchs ist abwechslungsreich und bietet etwas für die verschiedensten Gartengrößen. Am bekanntesten sind in Form geschnittene Buchsbäume, die es in unterschiedlichen Größen gibt. Formgehölze setzen im Garten Akzente und bieten einen weiteren Vorteil: Im Gegensatz zu nicht beschnittenen Pflanzen, die vielleicht sogar weitausladend wachsen, benötigen sie weniger Platz – nicht nur wegen ihrer kompakten Wuchsform, sondern auch, weil sich ihre Größe gut mit der Schere begrenzen lässt. Buchsbäume machen sowohl im Gartenbeet als auch in großen Töpfen eine gute Figur. Sie sind deshalb auch ein Geschenk für den Fußballfreund, der keinen Garten, dafür aber einen Balkon oder eine Terrasse hat. Beliebt sind zum Beispiel auch Buchsbaumkugeln in schönen Gefäßen rechts und links der Haustür.

Für das ganze Jahr

Einige Nadelgehölze haben ebenfalls eine relativ runde Wuchsform – und das ohne jeglichen Schnitt. Manche sind als junge Pflanzen kugelrund, verändern aber im Laufe der Jahre ihre Form. Der kleine Lebensbaum ‚Danica‘ (Thuja occidentalis ‚Danica‘) wächst flachkugelig, der Lebensbaum ‚Recurva Nana‘ (Thuja occidentalis ‚Recurva Nana‘ ) bildet in der Jugend kleine Kugeln und entwickelt erst als ältere Pflanze eine Kegelform. Ein Blick ins Nadelbaumsortiment auf der Suche nach dem Minibäumchen mit der besonderen Form kann also durchaus erfolgversprechend sein, denn viele Nadelbäume haben von Natur aus gleichmäßige Wuchsformen. Sie bilden unter anderem Säulen, Kegel, Teppiche oder eben Kugeln. Ein anderer interessanter Nadelbaumzwerg in Bestform ist die kleine Bergkiefer ‚Mops‘ (Pinus mugo ‚Mops‘), die ebenfalls als jüngere und kleinere Pflanze eine deutliche Kugel bildet. Sowohl die kleinen Nadelgehölze als auch Buchsbäumchen tragen dazu bei, dass der Garten das ganze Jahr klare Formen zeigt, denn sie sind immergrün.

Kleine Bäume mit großer Wirkung

Auch manche Bäume überraschen mit ihrem Wuchs. Kugel-Robinie (Robinia pseudoacacia ‚Umbraculifera‘), Kugel-Ahorn (Acer platanoides ‚Globosum‘), Kugel-Trompetenbaum (Catalapa bignonioides ‚Nana‘) und Kugel-Steppenkirsche (Prunus fruticosa ‚Globosa‘) beispielsweise haben mehr oder weniger ballförmige Kronen. Sie sind nicht nur die ideale Besetzung für Gärten, in denen es in diesem Jahr rund geht, sondern auch für die, in denen Platz knapp ist. Sie alle sind sommergrüne kleine Bäume, die sich zum Beispiel gut für Vorgärten eignen.
Die Kugel-Robinie, manchmal auch Kugel-Akazie genannt, bildet eine sehr deutliche, runde Krone, die im Alter etwas flacher und breiter wird. Durch kräftigen Rückschnitt kann jedoch die Kugelform erhalten werden. Dieser kleine Baum hat dünne, dichtverzweigte Äste und feine, hellgrüne gefiederte Blätter, die ihm eine leicht südliche Anmutung verleihen.
Der Kugel-Ahorn dagegen hat die typischen, spitz gelappten Ahornblätter wie seine großen Geschwister. Im Austrieb sind die Blätter bronzefarben, dann kräftig grün und im Herbst leuchtend goldgelb.
Die mehr oder weniger herzförmigen Blätter des Kugel-Trompetenbaums sind bis etwa 15 Zentimeter groß und erinnern an kleine Elefantenohren. Im Herbst färben sich die Blätter hellgelb.
Die Kugel-Steppenkirsche beeindruckt im Frühling mit vielen kleinen, weißen Blüten, aus denen sich später kleine, sehr sauer schmeckende rote Kirschen entwickeln. Ihre glänzend dunkelgrünen Blätter färben sich im Herbst leuchtend gelborange.

Buchsbäumchen im Topf

Foto: PdM. – In Form geschnittene Buchsbäume machen sowohl im Gartenbeet als auch in Gefäßen eine gute Figur.

Kommentar

Gartensommer mit Sternchenstrauch und Co.

Blühende Vielfalt

Die Welt der Gartenpflanzen bietet eine Fülle an Farben und Formen. So kann man aus einem großen Sortiment schöne Pflanzen für die unterschiedlichsten Verwendungszwecke und Gartengrößen auswählen: Sommer- und immergrüne Gehölze, Stauden, Gräser und Zwiebelblumen ermöglichen eine abwechslungsreiche Gartengestaltung, die auch die große Vielfalt der Pflanzenwelt widerspiegelt. Oft ist die Farbe und Schönheit der Blüten der wichtigste Entscheidungsgrund für eine Pflanze.

Sonnenschein fürs Staudenbeet

Der Sonnenhut (Rudbeckia) hat auffallende, zumeist leuchtend gelbe, längliche Blütenblätter. Sie umgeben ein dunkles Blütenköpfchen in der Mitte und erinnern mit ihrer länglichen Form und ihrer Leuchtkraft an Sonnenstrahlen. So bringen diese blühfreudigen Stauden den Sonnenschein in den Garten und auch ins Haus, denn sie eignen sich auch gut als Schnittblumen. In Gruppen gepflanzt, sind diese im Sommer und Herbst blühenden Stauden besonders effektvoll. Sie lieben sonnige Standorte im Garten. Kein Wunder, denn sie haben ihre ursprüngliche Heimat in den Prärien Nordamerikas. Die Größe der verschiedenen Arten und Sorten variiert stark. Einige werden 70 bis 80 Zentimeter hoch, manche bleiben etwas kleiner, andere erreichen dagegen sogar zwei Meter Höhe. Die hohen Sorten stehen am besten im hinteren Bereich eines Beetes. Mit seinem natürlichen Charme passt der Sonnenhut auch gut in Bauerngärten, zu Gräsern und in Wildstaudenpflanzungen.

Leuchtendes Blau

Auch zum großen Sortiment des Ziersalbeis (zum Beispiel Salvia-nemorosa-Sorten) gehören viele farbintensive Stauden für sonnige Standorte. Die Blütezeit dieses Sommerblühers beginnt im Juni. Er hat oft lange Blütenkerzen, meistens in schönen, kräftigen Blautönen. Die Wuchshöhe der Sorten schwankt, manche werden bis zu 70 Zentimeter hoch, andere erreichen nur etwa 40 Zentimeter. Mit ihrem schönen Blau sind sie gute Begleiter für Rosen, bei denen diese Blütenfarbe nicht vorkommt. Sie bilden hier sowohl eine farbliche Ergänzung als auch einen interessanten Kontrast. Ziersalbei passt auch sehr gut zu gelbblühenden Stauden wie Sonnenhut, Mädchenauge oder Nachtkerze.

Verführerischer Blütenduft

Es muss im Sommergarten aber nicht immer bunt zugehen. Auch die Farbe Weiß hat ihren Reiz und bietet interessante Gestaltungsmöglichkeiten. Dazu kommt, dass weißblühende Pflanzen ideal für einen „Abendgarten“ sind: Die hellen Blüten reflektieren das Licht besonders gut und sind deshalb auch in der Dämmerung noch lange zu sehen. Attraktiv sind viele weißblühende Pflanzen auch aufgrund ihres Duftes, mit dem sie dem Garten auch am Abend noch zusätzlichen Reiz geben. Ein typisches Beispiel ist der Pfeifenstrauch (Philadelphus), der im Sommer schneeweiße Blüten in großer Fülle trägt. Viele Philadelphus-Sorten verströmen einen wunderbaren, süßen Duft. Deshalb wird der Pfeifenstrauch auch oft als Gartenjasmin bezeichnet. Pfeifensträucher können je nach Sorte eineinhalb bis drei Meter hoch werden. Manche wachsen eher straff aufrecht, andere dagegen elegant überhängend.

Blütensterne in Weiß und Rosa

Deutzien (Deutzia) haben ebenfalls schöne, meistens weiße Blüten. Wegen der an kleine Sterne erinnernden Blütenform werden diese anspruchslosen, reichblühenden Ziersträucher manchmal auch Sternchensträucher genannt. Ihr Hauptblütemonat ist der Juni. Einige Sternchensträucher blühen rosa oder bieten ein schönes Farbenspiel in Rosa und Weiß. Die reichblühenden Deutzien kommen gut im Einzelstand in Beeten zur Geltung, können aber auch als lockere, freiwachsende Blütenhecke verwendet werden. Sie haben eine große ökologische Bedeutung, denn sie sind gute Bienenweiden. Die Größe dieser Blütensträucher variiert stark. Manche werden zwei bis drei Meter hoch, andere wie die Zierliche Deutzie (Deutzia gracilis) werden nur etwa 60 Zentimeter hoch und eignen sich deshalb auch gut für kleine Gärten oder größere Gefäße.

Kletterpflanze mit nostalgischem Charme

Cremeweiß sind die Blüten der Kletterhortensie (Hydrangea petiolaris, heute oft unter dem Namen Hydrangea anomala ssp. petiolaris zu finden). Sie erscheinen im Juni und Juli. Ihre großen, flachen Blütenschirme sind eine Besonderheit, denn sie bestehen aus zweierlei Blüten: In der Mitte befinden sich viele kleine, fruchtbare Einzelblüten. Den Rand bilden unfruchtbare Blüten, die von dekorativen, hellen Blättern umgeben sind. Wie beim Glücksklee stehen sie jeweils zu viert. Diese auffallenden Blütenstände in einem zarten Cremeton verleihen dieser Hortensie einen nostalgischen Charme. Die Kletterhortensie kann mit Hilfe von Haftwurzeln an Mauern und Bäumen empor wachsen. Sie lässt sich auch zur Begrünung von Pergolen, Zäunen oder Gartenhäuschen verwenden. Normalerweise benötigt sie keine Kletterhilfe, doch an Wänden und Mauern sind Spanndrähte oder ein stabiles Spalier hilfreich, weil die Pflanzen eine Höhe von bis etwa zehn Metern erreichen können und dann relativ schwer werden. Die Kletterhortensie braucht nur wenig Grundfläche und ist damit auch für kleinste Gärten oder große Gefäße geeignet. Sie wächst auch als Bodendecker im Schatten unter Bäumen.
So bietet die Vielfalt der Pflanzen eine Fülle schöner Gartenimpressionen.

Interessant zu wissen – rund um die Pflanzen des Monats Juni

Philadelphus – woher der Pfeifenstrauch seinen Namen hat

Der deutsche Name Pfeifenstrauch bezieht sich wahrscheinlich auf die Zweige, die mit einem lockeren Mark gefüllt sind. Es lässt sich leicht entfernen. So entstehen Röhren, die als Pfeifen verwendet werden können.

Rudbeckia – wie der Sonnenhut zu seinem botanischen Namen kam

Der schwedische Botaniker Carl von Linné (1707 bis 1778) hat das heute noch geltende System der Pflanzennamen erfunden. Er benannte den Sonnenhut – botanisch Rudbeckia – nach Olof Rudbeck, der Linné stark beeinflusst hatte. Rudbeck galt als Universalgenie und lehrte als Forscher an der Universität von Uppsala, wo er auch den ersten Botanischen Garten Schwedens anlegte. PdM

Salbei – die Bedeutung seines botanischen Namens

Die Heilkräfte des Salbeis haben dieser großen Pflanzengattung den botanischen Namen verliehen: Aus dem lateinischen Begriff „salvus“ für heil, gesund oder wohlbehalten entstand der Gattungsname Salvia. Manche Salbei-Arten und -Sorten sind reine Zierpflanzen. Als Heilpflanze ist der aus dem Mittelmeerraum stammende Echte Salbei (Salvia officinalis) bekannt. Heutzutage nutzt man ihn gerne als aromatisches Gewürz. Er passt besonders gut zu Fleischgerichten. PdM

Die kletternde „Wasserschlürferin“

Die Kletterhortensie (Hydrangea petiolaris, oft auch Hydrangea anomala ssp. petiolaris genannt), gedeiht am besten auf humosem, leicht saurem Boden, der gleichmäßig feucht, aber gut durchlässig sein sollte. Der Gattungsname „Hydrangea“ weist schon darauf hin, dass diese Pflanzen einen großen Wasserbedarf haben, denn der botanische Name geht auf das griechische Wort „hydor“ für Wasser zurück. Der Name „Hydrangea“ wird oft mit „Wasserschlürferin“ übersetzt. Die Herkunft der deutschen Bezeichnung Hortensie ist nicht eindeutig zu belegen. Die wahrscheinlichste Erklärung ist, dass die Hortensie nach Hortense Barré benannt wurde. Sie war die Freundin des französischen Arztes und Botanikers Philibert Commerson, der im 18. Jahrhundert als Pflanzensammler durch Ostasien reiste. Er brachte zahlreiche Pflanzen nach Europa, darunter auch eine Hortensie. Der Frauenname Hortense leitet sich übrigens vom lateinischen Wort „hortus“ für Garten ab. PdM

Der Sonnenhut als Staatsblume von Maryland

Eine Art des aus den Weiten Nordamerikas stammenden Sonnenhuts – Rudbeckia hirta, dort auch Black-Eyed Susan genannt – ist die Staatsblume von Maryland, einem Bundesstaat an der Ostküste der Vereinigten Staaten. Ihre Blütenfarben, Schwarz und Gold, finden sich auch im Staatswappen wieder.

EMail Rudbeckia

Foto: PdM. – Sonnenstrahlen im Staudenbeet: Der Sonnenhut bringt Farbe in den Garten und als Schnittblume auch ins Haus.

Kommentar

Wege im Garten

Die schönste Verbindung

Der Frühling zeigt sich von seiner besten Seite: Mit blühenden Blumen und milden Temperaturen lockt er jetzt zahlreiche Menschen in ihre Gärten – zum Spielen, zum Sonntagsfrühstück oder einfach nur, um unter den Blütenwolken des Hausbaumes vom Alltag abzuschalten. Dumm nur, wenn das Wetter doch einmal umschlägt und der Gang zurück zum Haus zur matschigen Rutschpartie wird. In solchen Momenten wünscht man sich befestigte Wege. Doch auch sonst führen sie sicheren und bequemen Fußes in die einzelnen Gartenbereiche. Ein Wegenetz ist aber nicht nur äußerst praktisch, sondern kann zugleich zum wichtigen Element der Gartengestaltung werden. Wohlbedacht und richtig angelegt verleihen Wege – je nachdem, wie sie verlaufen und aus welchem Material sie bestehen – dem Garten Struktur und einen individuellen Charakter. Form und Belag sollten aber zu Haus und Garten passen: So sind etwa große rechteckige Platten für geschwungene Wege eher ungeeignet – es sei denn, sie werden fächerartig verlegt. Eine weitere Grundregel von Experten: Jeder Weg sollte ein Ziel haben, also nicht abrupt enden, ohne auf etwas zu verweisen. Dies kann eine Terrasse sein, ein üppig bewachsener Blumenkübel, eine Bank oder auch ein Solitärgehölz. Ein schöner Baum als Ziel eines Weges ist zum Beispiel die Nelken-Kirsche (Prunus serrulata ‚Kanzan‘): Ende April / Anfang Mai öffnet sie ihre tiefrosafarbenen, dicht gefüllten Blüten, die an Nelken erinnern.

Wege: Es kommt drauf an …

Landschaftsgärtner empfehlen, genau zu überlegen, wo Wege im Garten gebraucht und wie stark sie genutzt werden: Für häufig benutzte Wege, zum Beispiel zur Garage oder dem Hintereingang des Hauses, sind möglichst direkte und kurze Verbindungen sinnvoll. Soll ein Weg mit einer Schubkarre befahrbar sein, muss er breit genug sein, aus festem Material bestehen und über einen geeigneten Wenderadius verfügen. Zum Unkrautjäten zwischen Stauden hingegen genügen einzelne Trittsteine. Ein wild anmutender Landhausgarten mit Bauernhortensien (Hydrangea macrophylla), Pfingstrosen (Paeonia) und Flieder (Syringa) erhält noch mehr Charme durch locker aneinander gereihte Naturbruchsteine oder Rindenmulchwege.

Wegesrand und grüne Fugen

Der schönste Kiesweg verliert an Wirkung, wenn kleine Steinchen in den angrenzenden Rasen kullern oder sich braune Erdklumpen zwischen die weiße Decke mischen! Dies verhindern Randsteine, die die Wege mit losem Belag zusätzlich befestigen. Eine besonders schöne Alternative zum Stein sind Pflanzen. Sie sorgen für Übergänge, die optisch mit dem Garten harmonieren: Verläuft ein Weg zum Beispiel schnurgerade, lockert ihn ein Saum aus Frauenmantel (Alchemilla), niedrigen Rosen, Katzenminze (Nepeta) und Storchschnabel (Geranium) auf, die lässig ihre Blüten auf den Weg ragen lassen. Grundsätzlich eignen sich für das Pflanzen direkt am Wegesrand alle Stauden, die dicht und bodendeckend wachsen. Aber auch in Steinfugen sind Pflanzen schmückend und verleihen Gartenwegen dadurch eine natürliche Lebendigkeit. Fachleute sparen sogar einzelne Pflastersteine aus, um Platz für Gräser & Co zu lassen! Diese müssen allerdings recht genügsam sein, um an diesem Standort gedeihen zu können. Je breiter die Fugen sind, desto besser wachsen dort zum Beispiel Lerchensporn (Corydalis), Schafschwingel (Festuca ovina) und andere robuste Stauden. Gelegentliches Betreten vertragen zum Beispiel die duftende Römische Kamille (Chamaemelum nobile) und das Katzenpfötchen (Antennaria). An sonnigen Stellen sorgt Thymian in Plattenfugen für ein würziges Aroma. Auch Steingartenpflanzen und Polsterstauden wie Strandnelke (Armeria maritima), verschiedene Steinbrecharten (Saxifraga), Steinkraut (Alyssum saxatile), Blaukissen (Aubrieta-Hybriden) und Teppich-Flammenblume (Phlox subulata) überwachsen oder säumen malerisch Wege, die sonst kahl und streng wirken würden. Wer einen zu breit geratenen Weg im Nachhinein optisch schmaler machen will, greift ganz einfach zu Kübelpflanzen – oder pflanzt sich eine eigene kleine Allee.

EMail Weg im Frühlingsgarten

Foto: BGL/PdM. – Befestigte Wege im Garten sind nicht nur praktisch, sondern können auch Gestaltungelemente sein. Jeder Weg sollte ein Ziel haben, also nicht abrupt enden, ohne auf etwas zu verweisen. Dies kann zum Beispiel eine Bank, ein schönes Gehölz oder eine Skulptur sein.

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