Sommerlust

Pflanzenstars für einen Garten der Vielfalt

Im Spätsommer zeigen sich viele Gärten von ihrer besonders schönen Seite. Dann blühen zahlreiche Stauden, Rosen stehen noch in voller Blüte und mancher Obstbaum und viele Beerenobststräucher wie Brombeeren und Heidelbeeren tragen reichlich leckere Früchte – Sommerlust pur. Für manchen Pflanzenfreund ist dies die beste Zeit, um den Garten rundum zu genießen. Weil viele Pflanzen in Töpfen, den sogenannten Containern, angeboten werden, kann man sie auch jetzt im Sommer pflanzen, wenn eine gute und regelmäßige Wasserversorgung der neugepflanzten Gehölze oder Stauden gewährleistet ist. Der Neuzugang im Garten, zum Beispiel eine blühende Edelrose, kann dann sofort seine volle Wirkung entfalten.

Edler geht es kaum

Für manchen Rosenfreund gilt die Edelrose als die Königin unter den Rosen. Rosen aus dieser Gruppe zeichnen sich durch große und sehr edel geformte Blüten aus. Sie sind häufig dicht gefüllt, bestehen also aus besonders vielen Blütenblättern. Oft befindet sich nur eine Blüte am Ende eines langen Stieles. Diese Rosen eignen sich deshalb auch ausgezeichnet als Schnittblumen für die Vase. Neben diesen klassischen Edelrosen zählen auch Sorten zu dieser Gruppe, die zusätzlich zur Hauptblüte noch einige Nebenknospen haben. Viele Edelrosen verzaubern nicht nur mit ihren wunderschönen Blüten, sondern duften außerdem sehr angenehm. Edelrosen sind besonders dankbar für einen guten Standort und gute Pflege. Am besten pflanzt man mehrere Rosen aus dieser Gruppe zusammen und bietet ihnen einen sonnigen und luftigen Standort, an dem der Wind die Blätter umspielen kann. Die Höhe dieser Rosen variiert, manche werden etwa 50 Zentimeter hoch, andere erreichen 80 bis 100 Zentimeter. Neben dem Hauseingang oder in der Nähe der Terrasse kommen Edelrosen besonders gut zur Geltung, denn hier kann man sie oft sehen und ihren Duft genießen.

Imposante Blütenkerzen

Auch im großen Reich der Stauden gibt es eindrucksvolle Blütenstars. Die Königskerzen (Verbascum) sind oft imposante Pflanzen, die einen Einzelstand verdient haben. Manche werden weit über einen Meter hoch. Über ihren intensivgrünen Blättern erheben sich prachtvolle, lange Blütenstände, die in der Tat wie Kerzen in die Höhe ragen. Die auffallenden Blüten stehen dicht an dicht an den langen Blütenständen. Das Farbenspektrum der Königskerzen ist nuancenreich, denn neben der häufigen Blütenfarbe Gelb gibt es unter anderem auch rosafarbene oder violette Farbtöne. Königskerzen bevorzugen im Allgemeinen sonnige und warme Standorte mit durchlässigem, steinigem Boden und können deshalb auch gut in Kiesbeete gepflanzt werden.

Vielseitige Bambuszwerge

Es müssen nicht immer die Blüten sein, die zur Schönheit einer Pflanze beitragen. Manche Gehölze, Stauden oder Gräser beeindrucken stattdessen mit ihrem interessanten Wuchs oder mit schönen, manchmal sogar mehrfarbigen Blättern. Das gilt zum Beispiel für den Bambus. Zu der aus Japan stammenden Bambus-Gattung Pleioblastus gehören viele kleine und mittelhohe Arten und Sorten. Manche sind sogar wahre Bambuszwerge, denn sie bleiben sehr niedrig und sind gute Bodendecker. Die Wüchsigkeit der verschiedenen ausläuferbildenden Pleioblastus-Arten variiert. Um ihre Ausbreitung unter Kontrolle zu halten, ist auf jeden Fall eine Rhizomsperre zu empfehlen. Einige Arten werden wegen ihres dichten Wurzelsystems zur Hangbefestigung verwendet, andere können einen Bambusteppich bilden, der sich mit einem hochgestellten Rasenmäher mähen lässt. Besonders schön: Manche Pleioblastus-Arten und -Sorten haben lange, grasähnliche Blätter, die grünweiß oder sogar gelbweiß gestreift sind und so ein fröhliches Leuchten in den Garten bringen. Einige eignen sich auch gut für die Bepflanzung von Gefäßen.

Filigrane Federgräser

Das Federgras (Stipa) ist sehr anmutig und elegant, denn es hat schmale, manchmal apart überhängende Halme. Ihm geht es ähnlich wie den Rosen, es gedeiht am besten an einem sonnigen Standort, an dem es vom Wind umspielt wird. Die Ähren sind locker-leicht und verstärken den anmutigen Eindruck. Manche haben schöne lange, im Sonnenlicht silbrig glänzende Grannen, die sich leicht im Wind hin und her bewegen. Je nach Art sind die Gräser nur etwa 30 Zentimeter hoch, doch mit den zarten Blütenhalmen können manche Federgräser eine Höhe von 80 Zentimetern oder mehr erreichen. Einige Arten wie das Reiher-Federgras (Stipa barbata) und das Büschelhaargras (Stipa capillata) blühen im August und bringen dann mit ihren zarten Blütenhalmen und den fedrigen Blütenständen eine besondere Leichtigkeit in den spätsommerlichen Garten.

Interessant zu wissen – rund um die Pflanzen des Monats August

Die Friedensrose

Eine der bekanntesten Edelrosen der Welt ist die Sorte ‘Gloria Dei’ (Ehre Gottes). Diese leicht duftende, gelb und zartrosa blühende Rose trägt unterschiedliche Namen wie ‘Peace’ (Frieden) und ‘Gioia’ (Freude). Zu Beginn ihrer Entstehung, kurz vor dem Zweiten Weltkrieg, hatte sie nur eine Nummer, unter der sie der französische Rosenzüchter Meilland in seinem Betrieb gezüchtet und vermehrt hatte. Er schickte einige Veredelungen nach Deutschland, Italien und die USA. Als der Krieg begann, wurden die Kontakte nach Deutschland abgebrochen. Ein amerikanischer Betrieb, der die neue Rose getestet hatte, war absolut von ihr überzeugt. Als Symbol der Hoffnung sollte sie ‘Peace’ genannt werden. Die amerikanische Rosengesellschaft taufte ‘Peace’ am 29. April 1945. Zufällig war das ein Tag, an dem sich abzeichnete, dass der Zweite Weltkrieg bald zu Ende sein würde. Als wenige Wochen später die Gründungsversammlung der Vereinten Nationen in San Francisco stattfand, bekam jeder der Delegierten eine Vase mit der neuen Rose. ‘Peace’ kam auch in den anderen Ländern, in denen sie erfolgreich getestet wurde, in den Handel. Aber bedingt durch den Krieg hatte sie dort jeweils einen anderen Namen bekommen: ‘Gloria Dei’ in Deutschland, ‘Mme A. Meilland’ in Frankreich und ‘Gioia’ in Italien. PdM

Rhizomsperre

Bei der Auswahl einer Bambuspflanze spielt neben Aspekten wie der Wuchsform und der Höhe auch die Unterscheidung in horst- und rhizombildende Arten eine Rolle. Horstbildende Bambusse wie die verschiedenen Fargesia-Arten bilden strauchartige, kompakte Pflanzen, während sich rhizombildende Arten durch ihre unterirdischen Ausläufer ausbreiten. Um ihren Ausbreitungsdrang zu begrenzen, ist eine sogenannte Rhizomsperre – insbesondere in kleinen Gärten – zwingend erforderlich. Die Bambuspflanzen werden in eine robuste Spezialfolie gepflanzt, mit der übermäßiges Wachstum effektiv und einfach begrenzt werden kann.

Heilige Pflanze in China

Der Bambus hat in China eine hohe symbolische Bedeutung. Er gilt dort unter anderem als Symbol für ewige Jugend und Beständigkeit. Zusammen mit der Chrysantheme, der Orchidee und der Pflaume gehört er auch zu den “vier edlen Pflanzen”, die in China gemeinsam für Glück und Wohlstand stehen.

Vielseitiger Bambus

Manche Bambusarten sind auch wertvolle und wichtige Nutzpflanzen, deren feste Halme oder Fasern gerne verwendet werden. Der Bambus wird auf ganz unterschiedliche Weise genutzt: Aus Bambus werden in Asien zum Beispiel Musikinstrumente hergestellt, aber auch Gebäude errichtet. Die Halme können unter anderem auch als Wasserrinne dienen, Bambusfasern werden zu Papier verarbeitet und Bambusextrakte finden sich mittlerweile in Kosmetika.

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Foto: PdM. – Zu der aus Japan stammenden Bambus-Gattung Pleioblastus gehören viele kleine und mittelhohe Arten und Sorten. Manche haben lange, grasähnliche Blätter, die grünweiß oder sogar gelbweiß gestreift sind und so ein fröhliches Leuchten in den Garten bringen.

Kommentar

Gewusst wie!

Gartenideen für Eilige

Für die einen ist es ein wunderbarer Traum, für andere aber manchmal ein Zeitproblem – ein Haus oder eine Wohnung mit einem großen Garten. Viel Platz, viel Freiheit, Bewegung an der frischen Luft und viele Möglichkeiten, kreativ zu werden – ein Garten bereichert das Leben auf unterschiedliche Weise und erhöht die Lebensqualität.
Doch manchmal fehlt einfach die Zeit für das regelmäßige Rasenmähen und andere Pflegearbeiten. Durch geschickte Gartenplanung und technische Raffinessen lässt sich der Pflegeaufwand aber verringern. Manche dieser Ideen kann man selber umsetzen, andere sind aufwändiger oder erfordern spezielle Kenntnisse, so dass man sie besser den Fachleuten des Garten- und Landschaftsbaus überlässt.

Schöne Pflanzen ohne Schnitt

Schon mit der richtigen Pflanzenauswahl kann Zeit gespart werden. Manche Bäume oder Sträucher muss man zurückschneiden, damit sie in Form zu bleiben oder jedes Jahr aufs Neue reich blühen. Doch es gibt auch viele Gehölze, die ohne menschliches Zutun über Jahre gut aussehen oder ohne Schnittmaßnahmen sehr blühfreudig sind. Bei manchen Bäumen und Sträuchern wäre ein Rückschnitt sogar von Nachteil, weil ihre Wuchsform darunter leiden würde. Solche schönen Blütengehölze sind zum Beispiel die im Winter blühende Zaubernuss (Hamamelis), die anmutige Felsenbirne (Amelanchier), die prachtvollen Magnolien (Magnolia) und die oft malerisch wachsenden Zierapfelbäume (Malus). Manche dieser Gehölze sind sogar mehrmals im Jahr besondere Hingucker: Die Felsenbirne und die Zierapfelbäume beispielsweise schmücken sich im Frühjahr mit unzähligen Blüten. Im Herbst tragen Zierapfelbäume sehr dekorative Früchte und Felsenbirnen beeindrucken dann mit leuchtend gelben bis feurig roten Blättern.

Von Natur aus gut in Form

Nadelgehölze tragen dazu bei, dass der Garten das ganze Jahr über, auch im Winter, Farbe zeigt, und viele dieser Pflanzen haben von Natur aus markante Wuchsformen. Auch mit ihren Farben lassen sich interessante Effekte erzielen, denn sie bieten eine Fülle an Grün- und Gelbtönen. Dazu kommen bläuliche Nuancen.
Einige Laubbäume wie der Kugel-Ahorn (Acer platanoides ‘Globosum’) und die Kugel-Robinie (Robinia pseudoacacia ‘Umbraculifera’) benötigen ebenfalls keinen Schnitt, denn sie haben von Natur aus eine rundliche kleine Krone. Am besten ist es, sich beim Pflanzenkauf im Fachhandel beraten zu lassen, denn die Spezialisten dort wissen am besten, welche Gehölze und Stauden pflegeleicht sind und welche Standortansprüche sie haben.

In Alternativen denken

Durch eine zielgerichtete Gestaltung des Gartens lässt sich ebenfalls viel Zeit sparen. Hecken sind ein schöner grüner Rahmen für den Garten, doch sie benötigen je nach Pflanzenart einen mehr oder weniger häufigen Rückschnitt. Eine Alternative sind Zäune oder Mauern, die mit Kletterpflanzen wie dem immergrünen Efeu (Hedera) oder Kletterspindeln (Euonymus-fortunei-Sorten) begrünt werden. Wo mehr Platz ist, können zur Auflockerung auch Beete mit pflegeleichten Pflanzen davor gepflanzt werden. Um den Boden möglichst dicht zu bedecken und das Keimen von unerwünschten Wildkräutern zu verhindern, sind bodendeckende Pflanzen wie die Teppich-Golderdbeere (Waldsteinia ternata) oder der Kanadische Hartriegel (Cornus canadensis) an manchen Standorten eine gute Lösung.

Mehr Zeit im Sommer

Rasen benötigt relativ viel Pflege, da er in der Wachstumsperiode regelmäßig gemäht werden muss. Wer gerne draußen sitzt, stellt die Gartenmöbel häufig auf das Gras. Sie müssen dann zum Mähen umgestellt werden. Um schwere Gartenbänke muss man vorsichtig herum mähen oder stehengebliebenes Gras von Hand nachschneiden. Eine gepflasterte Sitzecke ist in diesem Fall die bessere Alternative. Von einem Fachmann des Garten- und Landschaftsbaus angelegt, kann man sicher sein, dass man lange Freude daran hat, denn wichtig für Steinarbeiten ist ein stabiler Unterbau. Dadurch lässt sich vermeiden, dass einzelne Steine oder Platten absacken und zu Stolperfallen werden. Gleiches gilt auch für gepflasterte Wege. Sie können nicht nur praktisch sein, sondern mit einem interessanten Muster den Garten auch optisch bereichern. Beete mit pflegeleichten Gehölzen, Stauden und Zwiebelblumen tragen dazu bei, die Rasenfläche zu verkleinern.
Eine besonders große Arbeitserleichterung im Sommer ist eine vom Landschaftsgärtner verlegte automatische Bewässerung. Die Zuleitungen können unterirdisch verlaufen, so dass sie nicht stören. Ein automatisches Bewässerungssystem mit einem Regensensor ist eine langfristige Investition, die gleich mehrere Vorteile bietet: Sie spart viel Zeit, kann den Wasserverbrauch reduzieren und dazu beitragen, dass die Pflanzen auch dann optimal versorgt sind, wenn keiner zu Hause ist. So lässt sich der Gartensommer noch mehr genießen und auch einem spontanen Kurzurlaub steht nichts mehr im Wege.

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Foto: BGL/PdM. – Den Sommer genießen – bei gutem Wetter am besten draußen. Eine Terrasse ist nicht nur praktisch, sie kann den Garten auch optisch bereichern.

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Mit mediterranem Flair

Pflanzen der Bibel

Einige Pflanzen wachsen noch gar nicht so lange in den Gärten Mitteleuropas, obwohl sie hier mittlerweile relativ häufig zu sehen sind. Die Serbische Fichte (Picea omorika) beispielsweise wurde erst Ende des 19. Jahrhunderts in einem Gebirge in Osteuropa entdeckt, der Urwelt-Mammutbaum (Metasequoia glyptostroboides) um 1940 in China. Andere wie Flieder, Hortensie und Phlox sind schon seit mehreren Jahrhunderten fester Bestandteil unserer Gartenkultur. Manche Pflanzen begleiten den Menschen sogar seit mehr als 2.000 Jahren und werden bereits im Alten Testament erwähnt. Viele der in der Bibel genannten Gehölze und Blumen sind im Nahen Osten heimisch, sofern sie nicht als Gewürz- oder Heilpflanzen über alte Handelswege in das Gebiet ums östliche Mittelmeer gelangten. Besonders wichtig waren dort damals Olivenbäume, Feigen, Dattelpalmen, Granatäpfel, Weinreben und verschiedene Getreidearten. Einige dieser Pflanzen gedeihen unter bestimmten Voraussetzungen auch in Mitteleuropa.

Außergewöhnliche Blätter

Der Feigenbaum (Ficus carica) ist einer der typischsten Bäume des Mittelmeerraums, wo er seit Jahrtausenden genutzt wird. Er wird schon in der Geschichte von Adam und Eva erwähnt. Die Früchte des Feigenbaums waren für die Menschen früherer Zeiten unter anderem deshalb so wertvoll, weil sie sich wie Weintrauben und Datteln gut trocknen ließen und so über lange Zeit haltbar waren. Die großen, handförmigen Blätter machen den Feigenbaum auch zu einem interessanten Ziergehölz. In Regionen mit milden Wintern können Feigenbäume sogar bei uns im Garten wachsen, insbesondere wenn Sorten gepflanzt werden, die relativ gut Frost vertragen. Für ihre gute Entwicklung ist ein sonniger und windgeschützter Standort wichtig. Feigenbäume können an einer warmen Mauer in Spalierform gezogen werden. Sie eignen sich auch für große Kübel und bringen so mediterranes Flair auf den Balkon oder die Terrasse.

Schattenspender mit Früchten

Die Weinrebe (Vitis) wird sehr häufig im Alten Testament erwähnt. Sie zählt zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit und schon mehrere Jahrtausende vor Christi Geburt war der Anbau von Wein im Nahen Osten bekannt. Mit den Römern gelangte diese Pflanze über die Alpen nach Deutschland. Der Weinstock war oft ein Symbol für Fruchtbarkeit, und Weinblätter galten in der Antike als Glückssymbole. In der Tat trägt der Weinstock nicht nur leckere Früchte, sondern hat auch schöne große Blätter, die ihn zu einem besonderen Schattenspender machen, wenn er an einer Pergola wachsen kann. Die Sortenvielfalt ist mittlerweile sehr groß und so gibt es auch Reben, die außerhalb des traditionellen Weinbauklimas in nördlicheren Regionen Deutschlands gedeihen können. An eine sonnenexponierte, wärmespeichernde Mauer gepflanzt, kann eine Rebe zudem vom milden Kleinklima in Hausnähe profitieren. Manche Sorten eignen sich auch für die Kultur in großen Kübeln.

Bäume mit Früchten

Auch Nussbäume werden im Alten Testament erwähnt und man geht davon aus, dass Walnussbäume gemeint waren. Sie wurden schon damals im Nahen Osten nicht nur wegen der Nüsse und des daraus gewonnenen Öls, sondern auch wegen ihres Holzes gepflanzt. Der Walnussbaum gedeiht auch in hiesigen Breiten an sonnigen, warmen Standorten. Er wird gerne als Hausbaum gepflanzt und war im Jahr 2008 sogar “Baum des Jahres”.
Ein anderes in der Bibel erwähntes Obstgehölz ist der Granatapfelbaum (Punica granatum). Der Granatapfel wird im Alten Testament oft als Symbol für Schönheit und Reichtum genannt. Die Frucht diente auch als Vorlage für die Dekoration von Kleidung, Mobiliar oder Säulen. Der Name des Granatapfels ist auf die lateinische Bezeichnung granatus für körnig oder kernreich zurückzuführen. Der Reichtum an Kernen beziehungsweise Samen hat ihn auch zu einem Symbol für Fruchtbarkeit gemacht. Ein Granatapfelbäumchen ist eine schöne Kübelpflanze. Zum Überwintern eignet sich ein kühler, aber frostfreier Raum. Im Sommer schmückt sich das Bäumchen mit hübschen, leuchtend roten Blüten, die einen auffallenden Kontrast zu den zierlichen, glänzend grünen Blättern bilden. An einem sonnigen und warmen Standort können sich sogar kleine Früchte bilden.

Ficusblätter

 

Foto: PdM. – Die handförmigen Blätter machen den Feigenbaum auch zu einem interessanten Ziergehölz.

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